Karlsruhe Gegen Verena Becker gab es früh den Verdacht, dass sie an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback am 7. April 1977 beteiligt gewesen sei. Verurteilt wurde sie aber wegen des Mordversuchs an Polizisten. Erst 2007 wurde gegen sie wegen der Ermordung Bubacks ermittelt, 2010 Anklage erhoben. Bubacks Sohn, Prof. Dr. Michael Buback, stellte eigene Ermittlungen an. „Ja, viele Zeugen haben ein Pärchen auf dem Motorrad gesehen, einen Mann, der das Motorrad gelenkt hat, und eine zierliche Frau auf dem Soziussitz. Keinem dieser Zeugen wurde Verena Becker gegenübergestellt, obwohl sie und Sonnenberg bei ihrer Verhaftung im Mai 1977 die Karlsruher Tatwaffe mit sich führten sowie einen Suzuki-Schraubenzieher, wie er als einziges Werkzeug im Bordset des Suzuki-Tatmotorrads fehlte. Besonderes Gewicht haben die Aussagen der unmittelbaren Zeugen des Attentats, die alle von einer Frau auf dem Tatmotorrad sprachen. Ein Zeuge war sich zu 99 Prozent sicher, dass ein Mädchen hinten auf dem Tatmotorrad saß.

Seine Aussage gegenüber der Polizei vom Tattag ist noch immer verschwunden. Die Existenz dieser Aussage wurde erst fünf Jahre nach dem Attentat bekannt und vom Augenzeugen bestätigt. Er sagte bei dieser Gelegenheit auch, er würde die Frau noch immer wiedererkennen. Kaum zu glauben ist, dass ihm daraufhin nur Männer, 18 Männer, gegenübergestellt wurden.“

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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