Von Klaus Hilkmann

Frage: Ist es bald möglich, Autos ohne Kohlendioxid- Emissionen herzustellen?

Dudenhöffer: Das ist durchsetzbar, aber erst in 20 bis 30 Jahren. Dann kann ich mir etwa sehr gut die Marktreife von Brennstoffzellenfahrzeugen auf der Basis von Wasserstoff vorstellen. Wir müssen alternative Energieträger finden und diese Energie in Wasserstoff transformieren. Dann haben wir das völlig abgasfreie Auto.

Frage: Wäre das schon heute technisch lösbar?

Dudenhöffer: Nicht innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre, längerfristig wird das aber funktionieren, wenn wir vermehrt in die Energieerzeugung aus Wind, Sonne, aber auch der Kernkraft investieren.

Frage: Wird der Umweltaspekt beim Autokauf eine wichtigere Rolle spielen?

Dudenhöffer: Ganz sicher. Es kommen weitere gesetzliche Auflagen. Schon mit Blick aufs Portemonnaie wird sich der Käufer verstärkt fürs verbrauchsgünstigere Auto entscheiden.

Frage: Warum ist man auf dem Weg zum emissionsfreien Auto noch nicht weiter?

Dudenhöffer: Die Hersteller entwickeln die Autos, die der Kunde kauft. Beim Drei-Liter-Lupo musste der Hersteller erkennen, dass der Markt für dieses Auto noch nicht reif war.

Frage: Ist die Forderung nach mehr Umweltschutz eine Belastung oder eine Chance für die deutsche Automobilindustrie?

Dudenhöffer: Es ist eine Riesenchance für das Hochtechnologieland Deutschland, die wir nutzen müssen. Wir müssen nur zwei Dinge beachten: Erstens müssen die gesetzlichen Auflagen für Hersteller kalkulierbar bleiben. Es muss dafür eine Vorlaufzeit geben, in etwa acht bis zehn Jahre, also die Zeit eines Modellwechsels. Zweitens muss der Verbraucher mitmachen und die Umwelt freundlicheren Autos dann auch kaufen.Bild: DPA

Das Wasserstoff-Auto wird kommen. Das sagt Ferdinand Dudenhöffer, Auto-Forscher an der Fachhochschule Gelsenkirchen.

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