BERLIN BERLIN/ORE - Rettungsrot war am Sonnabend die beherrschende Farbe am Potsdamer Platz in Berlin. Bei der zentralen Veranstaltung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Rotkreuztag wurden von Prominenten Maßnahmen der Ersten Hilfe demonstriert. DRK-Botschafter Maybrit Illner, Jan Hofer, Carmen Nebel und Jette Joop übten mit Passanten die stabile Seitenlage, Druckverbände und Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Präsentation hatte TV-Moderator Uwe Hübner übernommen. „Jeder kann Schmerzen lindern oder sogar Leben retten“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters. „Deshalb rufen wir heute die Menschen in ganz Deutschland dazu auf, sich in Erster Hilfe ausbilden zu lassen und die Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen.“

Immer noch sterben zu viele Menschen in Deutschland, weil am Unfallort niemand Erste Hilfe leistet, erklärte DRK-Pressesprecher Lübbo Roewer. „Der professionelle Rettungsdienst braucht im Durchschnitt zehn Minuten für die Anfahrt zum Unfallort. Und bei einem Herzstillstand vermindert jede Minute, in der nicht wiederbelebt wird, die Überlebenschance um 10 Prozent.“ Stefan Osche, Erste-Hilfe-Experte des DRK, kennt die Gründe der Zurückhaltung vieler Unfallzeugen: Es ist die Angst, etwas falsch zu machen. Aber: „Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe“, so Osche.

In mehr als 100 Städten im Bundesgebiet informierten DRK-Orts- und Kreisverbände, um Erste Hilfe für jedermann anschaulich zu machen. Insgesamt mehr als 10 000 Luftballons stiegen an den Veranstaltungsorten auf. In angehängten Zetteln wurde der Erste-Hilfe-Appell verbreitet. „Wer einen Zettel findet und einschickt, kann einen Soforthilfekurs gewinnen“, so DRK-Sprecher Roewer.

www.drk.de

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