Oldenburg /Leer 20 Landeskirchen bilden die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), allein fünf davon finden sich in Niedersachsen, dazu kommt als sechste noch die Bremische Evangelische Kirche. Neben den Evangelisch-Lutherischen Landeskirchen Schaumburg-Lippe und Braunschweig gibt es die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover als mitgliederstärkste (die von Ostfriesland bis nach Südniedersachsen reicht; Landesbischof: Rolf Meister), dazu kommt die Evangelisch-Lutherische Kirche Oldenburg (mit Gemeinden in den sechs oldenburgischen Landkreisen und drei kreisfreien Städten; Bischof: Thomas Adomeit). Die Synodalpräsidentin der Oldenburgischen Kirche (man könnte sagen: Präsidentin des Kirchenparlaments), Sabine Blütchen, gehört übrigens dem Präsidium der Synode der EKD an. Mitglied der EKD ist auch die Evangelisch-reformierte Kirche (Sitz: Leer; Kirchenpräsident Martin Heimbucher). Ihre Gemeinden verteilen sich freilich über das ganze Bundesgebiet. Es gibt reformierte Gemeinden auch im Emsland, in der Grafschaft Bentheim sowie im östlichen Niedersachsen und in Bayern. Übrigens läuft die Zusammenarbeit der Kirchen im Nordwesten gut. So ist die Kirchengemeinde im friesländischen Accum (historisch bedingt) eine reformierte. Die Kirchengemeinde Accum ist aber Teil der Oldenburgischen Kirche.

Eine Besonderheit stellt auch die Bremische Evangelische Kirche dar. Die 61 Mitgliedsgemeinden sind autark, einen Bischof gibt es nicht.

Teilnehmer der konstituierenden Konferenz der EKD vor 75 Jahren im hessischen Treysa war auch der Oldenburger Bischof Wilhelm Stählin (1883-1975; Bischof von 1945 bis 1952). Ihm war wie allen anderen Teilnehmern klar, dass es keine Rückkehr zur kirchlichen Kleinstaaterei geben durfte, aber auch keine Rückkehr zur Reichskirche („Deutsche Evangelische Kirche“), wie sie ab 1933 bestand. Der frühere (Oldenburger) Oberkirchenrat Rolf Schäfer schrieb 2013 dazu: „Seither ist das Ja zur EKD eine Konstante in der oldenburgischen Kirchenpolitik.“

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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