DRESDEN Andre Hahn von der Linkspartei sieht nicht nur beim Thema Sachsen rot: Der Fraktionschef der Linken und Stürmer des FC Landtag ist für Konter am Rednerpult und auf dem grünen Rasen gleichermaßen bekannt. Hahns Weg in die Politik begann mit der Wende. Zuvor hatte er als Lehrer Deutsch und Geschichte unterrichtet. 1990 saß er für die PDS am Zentralen Runden Tisch der DDR. 1994 wurde er erstmals Abgeordneter im Landtag von Sachsen und blieb dort 12 Jahre parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. 2007 wählten ihn seine Mitstreiter zum Chef. Hahn ist 46 Jahre alt.

SPD-Chef und Wirtschaftsminister Thomas Jurk bleibt als gelernter Funkmechaniker technisch auf der Höhe der Zeit. Im Wahlkampf twittert der Spitzenkandidat. Der 47-Jährige hat als Politiker mehr Höhen als Tiefen erlebt. Obwohl Jurks Partei bei der Wahl 2004 einstellig wurde und mit 9,8 Prozent erdrutschartig verlor, konnten die Genossen das Blatt wenden. Da die CDU die absolute Mehrheit einbüßte, durfte die SPD erstmals in Sachsen mitregieren. Wie die meisten ostdeutschen Politiker kam Jurk erst im Wende-Herbst 1989 zur Politik. Seit 2004 ist er Parteichef.

Wenn Antje Hermenau von den Grünen im Landtag ans Rednerpult tritt, legt sie ein atemberaubendes Tempo vor. Unter den im Landtag vertretenen Parteien sind die Grünen die einzigen, die mit einer Frau an der Spitze in den Wahlkampf ziehen. Die 45-jährige soll klar und deutlich garantieren, was den Grünen bei der Wahl 2004 mit 5,1 Prozent nur hauchdünn gelang – den Wiedereinzug in den Landtag. 1990 hatte die Deutsch- und Englisch-Lehrerin Sachsens Grüne mitbegründet, bis 1994 saß sie als Abgeordnete im Landtag. Danach folgten zehn Jahre Bundestag.

FDP-Partei- und Fraktionschef Holger Zastrow überragt die meisten Politiker in Sachsen um einen Kopf. Übersicht brauchte der 40 Jahre alte Werbefachmann ohnehin, als er 1999 die FDP in einer für die Liberalen chaotischen Zeit übernahm. Bei der Landtagswahl waren sie damals mit 1,1 Prozent abgestürzt. Der gelernte Industriekaufmann Zastrow führte die Liberalen 2004 nach zehnjähriger Abstinenz wieder ins Parlament.

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