München Die Parteien in Bayern gehen mit höchst unterschiedlichen Spitzenkandidaten in die Landtagswahl. Ein Überblick über die Bewerber der Parteien, die den Umfragen zufolge mit einem Einzug in den Landtag rechnen oder zumindest halbwegs realistisch darauf hoffen können. Nicht aufgeführt ist die AfD, die keinen landesweiten Spitzenkandidaten benannt hat.  Markus Söder (CSU): Im März hatte Markus Söder sein großes Ziel erreicht: Im Landtag wurde er, als Nachfolger seines ewigen Rivalen Horst Seehofer, zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt. Seine eigentliche Bewährungsprobe aber kommt erst bei der Landtagswahl – da muss Söder versuchen, trotz seit Wochen sinkender Umfragewerte irgendwie doch noch die absolute Mehrheit der CSU zu verteidigen.  Natascha Kohnen (SPD): Die bayerische SPD-Chefin ist so etwas wie der personifizierte Gegenentwurf zu Söder. Sie mag eigentlich kein Haudrauf in der Politik sein, sie hat erst vor einigen Wochen ein wenig auf Attacke umgeschaltet. Dabei steht sie ebenso wie Söder vor einer großen Aufgabe: Sie muss versuchen, den SPD-Absturz in Bayern aufzuhalten, Rang zwei im Landtag hinter der CSU zu verteidigen. Kohnen ist eine Quer- und Späteinsteigerin in die Politik.  Hubert Aiwanger (Freie Wähler): Mangelndes Engagement kann Hubert Aiwanger niemand vorwerfen. Regelmäßig steht der Niederbayer mit seinem unbeschreiblichen Dialekt auf großen und kleinen Bühnen, in Bierzelten und Fußgängerzonen, um für sich und seine Gruppierung zu werben. Und ohne ihn geht bei den Freien Wählern nichts: Der Agraringenieur ist in Personalunion bayerischer Landesvorsitzender, Landtagsfraktionschef, Bundesvorsitzender - und Spitzenkandidat für die Landtagswahl.  Martin Hagen (FDP): Mit einem jungen Kandidaten an der Spitze will die FDP nach fünf Jahren den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Der in Italien geborene und in Rosenheim aufgewachsene Hagen hatte sich in einer Urwahl gegen eine Reihe von Mitbewerbern durchgesetzt. Der zweifache Vater kann quasi auf eine FDP-Karriere aus dem Bilderbuch verweisen.  Ludwig Hartmann und Katharina Schulze (Grüne): Die Grünen haben traditionell zwei Spitzenkandidaten. Dabei ist Schulze der lautere Part: auf Demonstrationen omnipräsent, in Reden und Debatten kämpferisch. Ludwig Hartmann stammt aus einer Grünen-Familie und zog 2008 erstmals in den Landtag ein. Dort hat sich der Kommunikationsdesigner einen Namen als Energieexperte gemacht.

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