Hamburg /Hannover Auch die CDU Niedersachsen wertet das Ergebnis der CDU Hamburg als bittere Niederlage. Die CDU Hamburg und ihr Spitzenkandidat Marcus Weinberg seien aus einer schwierigen Ausgangslage heraus gestartet, sagte Niedersachsens CDU-Landesvorsitzender Bernd Althusmann. „Dennoch haben wir einen engagierten Wahlkampf erlebt, der sich leider nicht im Wahlergebnis widerspiegelt. Die Ereignisse in Thüringen waren da nicht hilfreich“, sagte Althusmann. Der Hamburger CDU sei „eine steife Brise in Sturmstärke ins Gesicht“ geweht worden. Die Hansestadt-CDU solle sich nun als Stimme der bürgerlichen Vernunft einbringen.

Bangen mussten am Abend die Anhänger der FDP, die bei Hochrechnungen gerade auf fünf Prozent kamen. Niedersachsens FDP-Landesvorsitzender Stefan Birkner machte die missglückte Ministerpräsidentenwahl in Thüringen dafür verantwortlich: „Ich hoffe sehr, dass die Parteifreunde aus Hamburg den Wiedereinzug in die Bürgerschaft noch schaffen. Sie haben unter schwierigen Bedingungen sehr engagiert für eine liberale Politik gekämpft. Die Ereignisse in Thüringen haben sich dennoch spürbar ausgewirkt. Wir als FDP müssen jetzt alles dafür tun, um das verloren gegangene Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, SPD-Landesvorsitzender in Niedersachsen, sieht in der Hamburg-Wahl das Ergebnis der Regierungsarbeit der SPD in den vergangenen fünf Jahren. „Die Hamburger SPD hat im Wahlkampf alles richtig gemacht und vor allem davor in den letzten fünf Jahren sehr gut regiert“, sagte Weil am Abend. „Besonders bemerkenswert ist auch das schlechte Abschneiden der AfD in Hamburg. Das war das richtige Signal nach den grausamen Morden von Hanau.“

Ausgesprochen zufrieden sind die niedersächsischen Grünen, wie ihr Landesvorsitzender Hans-Joachim Janßen (Jade) sagte. Das Ergebnis der Hamburger Grünen nannte er einen hervorragenden Erfolg, die Regierungsarbeit der vergangenen fünf Jahre sei honoriert worden. Natürlich werde das Ergebnis auch auf Niedersachsen und den Bund ausstrahlen. Insgesamt könnten sich die Grünen bestätigt sehen als Partei der Verkehrswende und für Klimaschutz. Erfreut zeigte sich Janßen, dass die Wähler der AfD eine Absage erteilt hatten. „Die Wähler haben erkannt, dass die AfD eine rechtsradikale Partei ist.“

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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