NIEDERSCHMIEDEBERG NIEDERSCHMIEDEBERG/DS - Es war ein Wettlauf mit der Zeit: Als die Umweltorganisation Greenpeace vor 15 Jahren während der Kölner Haushaltsmesse „Domotechnica“ auf die sächsische Firma „dkk Scharfenstein“ aufmerksam wurde, weil diese in der Isolierung der von ihnen produzierten Kühlschränken vermied, Treibgase wie den „Ozonkiller“ FCKW zu verwenden, da stand diese schon mit dem Rücken zur Wand. Die Treuhand hatte vor, den Betrieb wegen Unrentabilität zu schließen.

26 000 DM machte Greenpeace locker, um die ersten zehn Prototypen eines neuen – von schädlichen Umweltgasen weitestgehend freien – Kühlschranks bauen zu lassen, nahm den Kampf gegen die übermächtig scheinenden Hausgeräte-Konzerne auf, die prompt versuchten, das neue Produkt als „Energiefresser“ und wegen Explosionsgefahr als gefährlich zu diffamieren, und schaffte es gemeinsam mit der inzwischen in „Foron“ umbenannten Firma, das „Greenfreeze“ genannte System durchzusetzen. Im August 1992 wurde der neue Kühlschrank insgesamt 65 000 Mal bestellt, und 1993 bekam „Foron“ den „Blauen Engel“ und den Deutschen Umweltpreis. So kam es auch für die insgesamt 540 Mitarbeiter des in Niederschmiedeberg im Mittleren Erzgebirgskreis liegenden und 1926 gegründeten Betriebes zu einem Happyend. „Greenfreeze“ hat sich inzwischen auch bei den großen Herstellern durchgesetzt.

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