FRIESOYTHE FRIESOYTHE - Als Bernhard Moormann vor fünf Jahren zum Weltjugendtag nach Rom fuhr, wusste er eigentlich gar nicht genau, was ihn erwartete. Doch schnell stellte er fest: „Das ist etwas Besonderes“, schwärmt der 20-Jährige. Es sei einfach ein ergreifendes Gefühl, wenn der Papst mit seinem Papamobil zwischen einer Million Menschen hindurchfahre. So reiste er 2002 auch als Gast zum Weltjugendtag im kanadischen Toronto. Beim nächsten großen katholischen Jugendtreffen im August in Köln ist der Schüler aus Friesoythe-Thüle wieder dabei – diesmal als Helfer.

Das Weltjugendtagsbüro hat für den Kölner Weltjugendtag insgesamt 20 000 Freiwillige gesucht. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist im Mai hatten sich dann sogar mehr als 30 000 junge Leute als Helfer registrieren lassen – darunter auch 50 Jugendliche aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg, der von den Dammer Bergen bis nach Wangerooge reicht.

Bernhard Moormann reist in einer Vierergruppe nach Köln. Mit dabei ist auch Anna Blömer aus Höltinghausen. Für die 18-Jährige ist es der erste Weltjugendtag. Sie engagierte sich schon für die „Tage der Begegnung“, die im Vorfeld des großen Treffens in allen deutschen Diözesen mit Ausnahme des Erzbistums Köln stattfinden. „Aber ich wollte nicht, dass es mit den Tagen der Begegnung aufhört“, sagt sie über ihre Motivation, auch in Köln mitzuhelfen. „Ich bin einfach neugierig, möchte mithelfen und organisieren.“

Wie genau sie in Köln eingesetzt werden, wissen die beiden jungen Leute noch nicht, allerdings ist ihnen das auch nicht so wichtig. „Hauptsache helfen“ – egal, ob bei der Essensverteilung, bei der Betreuung verschiedener Veranstaltungsorte oder beim Begleiten von Menschen mit Behinderungen. Auf jeden Fall bleibt noch genügend Zeit, am Programm des Weltjugendtages teilzunehmen und sich mit Jugendlichen aus aller Welt auszutauschen. Der Glaube führe sie zusammen, sagt Anna Blömer, „aber letzendlich kann man sich über alles unterhalten“. So steht auch die Begegnung im Vordergrund.

Anna Blömer freut sich auch auf Papst Benedikt XVI. Die Schülerin hat schon den Ökumenischen Kirchentag in Berlin erlebt. „Das war ein tolles Gefühl“, sagt sie, „alle haben mitgemacht.“ In Deutschland seien viele der Kirche gegenüber sehr kritisch eingestellt, sagt Bernhard Moormann. „Auf dem Weltjugendtag sieht man, wie sich Tausende begeistern.“

Dafür opfern die beiden fast ihre gesamten Schulferien. Anfang August reisen sie zu einem Vorbereitungstreffen nach Köln. Dann stehen die „Tage der Begegnung“ und der Weltjugendtag auf dem Programm.

„Ich kann nur allen raten, unbedingt hinzugehen und es mitzuerleben“, sagt Bernhard Moormann. In nächster Zeit werde es in Deutschland keinen Weltjugendtag mehr geben. „Wann hat man schon mal die Möglichkeit, selbst mitzureden?“, ergänzt Anna Blömer.

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