Bremen /Hannover Flughäfen und Gesundheitsbehörden rüsten sich für zusätzliche Corona-Tests für heimkehrende Urlauber – über die konkrete Umsetzung und die Kosten wird aber weiter diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte am Dienstag, dass Tests für Reisende kostenfrei sein sollen. Im Gespräch sind auch mögliche Wiederholungstests ein paar Tage später.

Spahn hatte am Montag angekündigt, eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anzuordnen, die voraussichtlich in der kommenden Woche in Kraft treten soll – über zuvor beschlossene freiwillige Testmöglichkeiten hinaus. Laut einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) zählen dazu aktuell Ägypten, die USA, Russland und die Türkei, aber auch Luxemburg. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gab.

So sehen die Vorbereitungen im Nordwesten aus:

 Bremen: In Bremen geht es wohl an diesem Freitag los, wie eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde sagte. Die Testungen werden zunächst in der Gepäckausgabe durchgeführt; spätestens am 8. August sollen sie aber im Terminal 2 stattfinden. Zwei Teams mit je vier Personen seien im Einsatz, so die Sprecherin. Das Team sei eingespielt und brauche etwa drei Minuten pro Passagier. Das Passagieraufkommen aus Risikogebieten sei derzeit überschaubar. Turkish Airlines setzte für August den Flugverkehr von Bremen aus. Andere Linien fliegen nach Izmir und Antalya.

 Hannover-Langenhagen: Rückkehrer aus Risikogebieten sollen am Flughafen Hannover-Langenhagen möglichst ab Mittwoch getestet werden. Der Flughafen schlug den Behörden für die Testungen mehrere Flächen nach der Gepäckausgabe vor. Von Hannover aus werden derzeit drei Länder angeflogen, die auf der Liste für Risikogebiete stehen: die Türkei, Serbien und Weißrussland. Tanja Schulz, Sprecherin der Region Hannover, schätzte die Zahl der rückkehrenden Passagiere aus diesen Ländern auf täglich 800.

 Münster/Osnabrück: Am Regionalflughafen Münster/Osnabrück wurden schon in der Nacht zum Dienstag erstmals Passagiere eines Flugzeugs aus der Türkei getestet. An Bord der Maschine waren 88 Passagiere, 35 ließen sich testen.

NWZonline.de/gesundheit
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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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