Berlin Die Ausbreitung des Coronavirus kennt keine Grenzen – bald könnte es auch den Nordwesten treffen.

Tausende Menschen in Deutschland leben bereits in Quarantäne – doch wie lebt man 14 Tage abgeschottet von der Außenwelt, wer kümmert sich, von was lebt man?

Warum werden Menschen in Quarantäne geschickt?

Um Infektionsketten verlässlich zu unterbrechen, empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) nachweislich Infizierten deshalb eine Unterbringung in „häuslicher Quarantäne“. Die kann auch Kontaktperson von Infizierten und auch ihre Angehörigen treffen. Das gilt für 14 Tage, das entspricht nach bisherigem Stand der maximalen Dauer der bisher bekannten Inkubationszeit.

Wie organisiert man sich in der Quarantäne?

Das RKI empfiehlt eine zeitliche und räumliche Trennung des Infizierten beziehungsweise der Kontaktperson von anderen im Haushalt Lebenden. Das heißt: Die Kontaktperson sollte sich möglichst in einem anderen Raum aufhalten und – wenn vorhanden – ein eigenes Badezimmer nutzen. Mahlzeiten sollten zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden, die Hygieneartikel nicht geteilt werden, regelmäßig geputzt werden.

Wer darf noch einkaufen gehen?

Diejenigen, die in Quarantäne leben, dürfen natürlich nicht in den nächsten Supermarkt. Angehörige, Freunde oder Nachbarn können allerdings helfen – dabei sollte es keinen Körperkontakt geben.

Wer kontrolliert, wie es den Betroffenen geht?

Die Gesundheitsämter unterstützen Menschen in Quarantäne, Mitarbeiter melden sich täglich bei den Betroffenen. Die Menschen, die in Quarantäne leben, müssen jedoch selbst zweimal täglich bei sich Fieber messen und ein Tagebuch führen, in dem Symptome, Körpertemperatur, allgemeine Aktivitäten und Kontaktpersonen aufgelistet werden.

Gibt es Entschädigung für Verdienstausfälle?

Das Infektionsschutzgesetz regelt die Anordnung einer Quarantäne rechtlich. Erwerbstätige, die wegen einer Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung.

Und wenn man sich nicht an die Quarantäne hält?

Das kann teuer werden: Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geldstrafe geahndet werden oder auch mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Welche Vorräte sollte man zu Hause haben?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt für Notfälle aller Art einen Zehn-Tage-Vorrat zu Hause zu haben: Pro Person sind das 20 Liter Getränke; 3,5 Kilo an Getreide, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis; 4 Kilo Gemüse und Hülsenfrüchte; 2,5 Kilo an Obst, Nüsse; 2,6 Kilo Milch, Milchprodukte; 1,5 Kilo Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver; 0,357 Kilo Fette und Öle. Dazu kommt noch eine gut ausgestattete Hausapotheke,


Checklisten zur Vorräten unter   www.bbk.bund.de 
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