HATTEN Diesmal will die SPD nicht von der Mehrheitsbildung ausgeschlossen bleiben: „Dafür sorge ich“, so Guido Zech.

Von Stephan Onnen HATTEN - Auf den ersten Blick gab es am Wahlabend im Hatter Rathaus nur Gewinner: SPD, CDU und FDP haben allesamt Stimmen gutgemacht. Dass dabei für keine der Fraktionen im Vergleich zur Kommunalwahl vor fünf Jahren ein zusätzliches Mandat heraussprang, hat zwei Gründe: Zum einen wird in der neuen Legislaturperiode aus Kostengründen die Zahl der Ratssitze von 31 auf 29 reduziert, zum anderen haben die Parteien den 7,3-prozentigen Stimmenanteil, den die inzwischen aufgelöste UHL 2001 erringen konnte, unter sich aufgeteilt.

Die Rechnung der Freidemokraten, zu der die UHL zurückgekehrt war, das Stimmenpotenzial der Unabhängigen an sich zu binden, ging nicht auf. So wollte sich bei den Freidemokraten, die sich am Wahlabend im „Schützenhof“ versammelt hatten, keine echte Freude über den „nur“ 2,07-prozentigen Zugewinn einstellen.Immerhin erzielten die Hatter Liberalen das zweitbeste FDP-Ergebnis im Landkreis.

Die Rolle des wirklichen Siegers war allein der SPD vorbehalten: Sie steigerte sich um 4,1 Prozent. Dieses Pfund will die Partei bei Gesprächen über mögliche Zusammenarbeiten im Rat nicht mehr aus der Hand geben. Dass die SPD wie vor fünf Jahren als stärkste Fraktion bei der Mehrheitsbildung außen bleibt und sich alle anderen gegen sie verbünden, „passiert nicht ein zweites Mal. Dafür werde ich sorgen“, bekräftigte Spitzenkandidat Guido Zech.

Ihre größten Zugewinne verbuchten die Sozialdemokraten mit 13,6 Prozent im „Deutschen Haus“ und mit 10 Prozent im Schützenhof in Kirchhatten – offenbar wurden dort Bemühungen um eine Lösung der Sandabbau-Problematik honoriert. Am schlechtesten schnitt die SPD in Dingstede ab (20,4 Prozent) – der Ort blieb fest in der Hand der CDU und ihres Vorsitzenden Manfred Huck: Die Christdemokraten holten mit 71,05 Prozent in Dingstede ihr bestes Ergebnis. Dort musste die FDP mit minus 13,7 Prozent ihre größten Einbußen hinnehmen – was auf den Wechsel ihres langjährigen Ratsmitglieds Herbert Engelmann zur SPD zurückzuführen sein dürfte.

Die Grünen schnitten am besten in Sandhatten mit 10,35 Prozent ab. „Die Alternative“ spielte nirgendwo eine Rolle – erst recht nicht in Dingstede: Dort gab es null Stimmen. Dafür reichte es im Wahllokal Waldschule Sandkrug immerhin mit 2,54 Prozent zum besten Resultat für die Alternativen.

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