KIRCHHATTEN Der Stellenwert der Vorsorge steigt. Das betonte Referent Ingo Dittmer aus Wardenburg.

Von Peter Biel KIRCHHATTEN - Die Erstellung eines „Wegweisers für Menschen mit Behinderungen“ steht oben auf der Agenda der Hatter Senioren- und Behinderten-Vertreter. Nach dem Vorbild aus Hude sollen diese Hilfen auch in Hatten zur Verfügung gestellt werden. Hierzu wurde jetzt eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die ortschaftsbezogen recherchieren soll, wo behindertengerechte Zugänge in Einrichtungen vorhanden sind, diese noch verbesserungswürdig oder noch einzurichten sind. Ernst Hoffhenke (Hatterwüsting), Werner Otte (Munderloh), Günther Dähne (Dingstede), Helmut Rotermund (Hatterwüsting), Traute Lenth (Sandhatten), Gerd Makella (Sandkrug), Herbert Lueken (Munderloh) und federführend Antje Gadeberg (Rathaus) haben ihre Mitarbeit zugesagt. Dies ist das Ergebnis einer Seniorenbeiratssitzung im Kirchhatter Rathaus am Montagnachmittag.

Die von der Bundesregierung beschlossene Gesundheitsreform trifft jeden Bürger. Deshalb hat sich auch der Beirat für Senioren und Behinderte dieses Themas angenommen. Die Resonanz war groß. Vorsitzender Herbert Lueken begrüßte im Ratssaal mehr als 35 Teilnehmer in der großen Runde, die wiederum als Vertreter der in der Gemeinde Hatten beheimateten Senioren- und Behindertenorganisationen oder Betreuungseinrichtungen anwesend waren und ihrerseits die Informationen weitergeben werden.

Als Referent erläuterte der Bezirksgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, Ingo Dittmer, die „Gesundheitsreform 2007“ in einer fast zweistündigen Powerpoint-Präsentation inklusive der wichtigsten Änderungen. Dabei ging es um die teilweise Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen, die individuellen Gesundheitsleistungen (kurz IGEL), Behandlungsprogramme für chronische Erkrankungen, die Pflege und Zusatzangebote. „Im Zusammenhang mit der laufenden Gesundheitsreform wird der Vorsorge ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt“, betonte Ingo Dittmer. So wird zum Beispiel die Frage einer schwerwiegend chronischen Erkrankung im Zusammenhang mit der teilweisen Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen daran geknüpft, ob die zur Verfügung stehenden Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt und ob der Versicherte z.B. an angebotenen Programmen für chronische Erkrankungen teilgenommen hat oder teilnimmt. Der Wettbewerb unter den Krankenkassen, so Dittmer, wird zukünftig um die

besten Service- und Leistungsangebote stattfinden, weil ab dem 1. Januar 2009 mit Einführung des so genannten Gesundheitsfonds alle Krankenkassen mit dem gleichen Beitragssatz für die Versicherten starten werden.

Ulrich Schleppegrell, Geschäftsführer der Diakonie im Landkreis Oldenburg, stellte dem Teilnehmerkreis ein Reiseangebot für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer vor. Ziel ist vom 22. Juli bis 5. August Holzhausen-Externsteine am Rande des Teutoburger Waldes.

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