Sandkrug Der Ärger mit der Sanierung des Vereinsheims auf der Sportanlage in Sandkrug scheint kein Ende zu nehmen. Das wurde auf der Sitzung des Schul-, Bildungs- und Kulturausschusses der Gemeinde Hatten am Mittwoch wieder deutlich.

Bürgermeisterin Elke Szepanski erklärte zwar, dass die Sanierung der Hausmeisterwohnung im Vereinsheim nun angegangen werden könne. Dies hatte vor allem der Pächter der Anlage, der Sportverein Schwarz-Weiß Oldenburg (SWO), immer wieder gefordert (NWZ  berichtete). Doch habe es dann mit der Einteilung der Sanierung und des Neubaus von Sanitäranlagen in zwei Bauabschnitte nicht geklappt, so dass Fördermittel in Höhe von rund 100 000 Euro nicht gewonnen werden konnten.

Die Kosten, so monierte Nils-Christian Heins (FDP), seien dadurch von rund 500 000 Euro auf 580 000 Euro gestiegen. Das sei nicht wenig. Manfred Huck (CDU) sagte dazu: „So ist es doch immer, erst wird eine Baumaßnahme als billig angeboten und dann wird es teurer.“ Er kritisierte weiter vor allem den Anlagenpächter und Nutznießer der Baumaßnahmen Schwarz-Weiß Oldenburg. „Die Eigeninitiative des Vereins lässt zu wünschen übrig. Das ärgert mich, da könnte wirklich mehr kommen.“

Der Verein hatte der Gemeinde in einem Brief mitgeteilt, nicht zu einer Kostenreduzierung beitragen zu können. Die Gemeinde, so der SWO-Vorsitzende Ralf Deckers, werde gebeten die Finanzierungslücke von rund 40 000 Euro für den Verein vorzufinanzieren. Der SWO wolle die Summe über einen Zeitraum von 20 Jahren mit jährlich 2000 Euro abzahlen. In guten Jahren seien auch Sondertilgungen möglich.

Trotz allen Ärgers um das Zustandekommen der Mehrkosten und das Verhalten des SWO sahen die Ausschussmitglieder die Durchführung der Baumaßnahmen als notwendig an. „Das Thema wird schon so lange diskutiert, wir sollten deshalb jetzt keinen Rückzieher machen und die Maßnahme auf den Weg bringen“, sagte Helmut Rücker (Grüne).

Bei vier Enthaltungen stimmten die Ausschussmitglieder für einen Beschlussvorschlag, der die Bereitstellung der entsprechenden Mittel in den Haushalt 2014 vorsieht.

Auf Anregung der Bürgermeisterin wurde in den Beschlussvorschlag auch aufgenommen, am Ende eines jeden Jahres zu prüfen, ob Schwarz-Weiß Oldenburg eine Sonderzahlung leisten könne. Der Verein wird weiterhin dazu aufgefordert, Förderanträge beim Landessportbund und beim Landkreis Oldenburg künftig fristgerecht zu stellen.

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