HATTEN Landes-Behindertenbeauftragter Karl Finke lobte den sozialen Zusammenhalt. Der Beirat vertritt etwa 40 Vereine und Verbände.

Von Stephan Onnen HATTEN - Weitsicht hat die Gemeinde Hatten vor 25 Jahren mit der Gründung ihres Seniorenbeirates bewiesen – mit diesem Schritt sei sie damals eine der ersten Kommunen „weit und breit“ gewesen, erinnert sich Alt-Bürgermeister Eilert Tantzen (76), der als Wegbereiter gilt. Der Beirat, in dem seit 1982 auch Behinderte vertreten sind, sei wichtiger denn je, betonte Tantzen gestern in der Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen. Das unterstrich auch der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Karl Finke. „Hier lebt der soziale Zusammenhalt“, stellte der Festredner fest.

Zuvor hatte bereits 1. Kreisrat Rolf Eilers in seinem Grußwort den Behindertenbeauftragten zitiert: „Senioren wollen gestalten und nicht gestaltet werden.“ Eilers formulierte es so: „Ältere Menschen wollen nicht betütert werden, sondern sich einbringen.“

Dass der Senioren- und Behindertenbeirat dafür ein ideales Gremium ist, verdeutlichte Bürgermeister Helmut Hinrichs. Der Beirat habe sich mit dem Bau von Seniorenwohnungen und der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde befasst sowie an der vorbildlichen Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs und am barrierefreien Umbau des Rathauses Anteil gehabt, listete Hinrichs einige der Betätigungsfelder auf. „Der Beirat ist Mahner, Mittler und Multiplikator für viele Themen“, lobte der Bürgermeister.

Die Teilnahme am öffentlichen Leben sei für Senioren und Behinderte ein Stück Lebensqualität, ergänzte Beiratsvorsitzender Herbert Lueken, der seit 2002 an der Spitze des Gremiums steht. Ein wichtiges Anliegen ist die Vermittlung von Themen aus der Sozial- und Gesundheitspolitik, die durch Referenten auf den vierteljährlichen Versammlung erörtert werden. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz – Höhepunkt ist die „Jahresfahrt“, an der bis zu 250 Senioren und Behinderte teilnehmen.

Lueken bedankte sich bei Antje Gadeberg, die seit 17 Jahren die Geschäftsführung für den Beirat wahrnimmt, und bei Bürgermeister Helmut Hinrichs für die Unterstützung. Das Gemeindeoberhaupt revanchierte sich mit Buchpräsenten bei Herbert Lueken, dessen Stellvertreter Helmut Rotermund, der von Beginn an im Beirat mitarbeitet, sowie bei Eilert Tantzen.

Landes-Behindertenbeauftragter Karl Finke warb dafür, eigenständige Wohnformen für Senioren und Behinderte zu stärken sowie die Integration in Schule und Arbeitsleben zu intensivieren.

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