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Harpstedt /Wunderburg Aus dem Wunderburger Moor läuft kein Wasser heraus. Davon überzeugten sich bei einer Besichtigung des Naturschutzgebietes Georg Schinnerer vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege des Landkreises Oldenburg und dessen früherer Leiter Bernd Lögering.

Dazu eingeladen hatte Alt-Landrat Hermann Bokelmann, der durch Meldungen beunruhigt war, das Moor trockne aus. Weil der Landkreis die Pflegemaßnahmen organisiert, das Land aber für die Finanzierung zuständig ist, war auch Landtagsabgeordneter Axel Brammer (SPD) dabei.

Bokelmann, der 1967 im Syker Kreistag mit beschloss, das Gebiet unter Naturschutz zu stellen, wusste, dass damals Anlieger zur Trockenlegung ihrer Grünlandflächen, den in das Moor führenden Graben tiefer legten, und zum Ablauf umfunktionierten.

Diesen Missstand habe der Landkreis Oldenburg nach 1977 beseitigt, als er alle Flächen aufkaufte. Im Protokoll des Landkreis-Umweltausschusses von 1989 ist festgehalten: „Der jetzige Stau des Südgrabens am Wunderburger Moor liegt ca. 1,20 m über der Grabensohle.“ Das sei auch jetzt nach 25 Jahren der aktuelle Zustand. Lögering und Bokelmann überzeugten sich davon, dass der Graben trocken ist. Oberhalb der Verfüllung – deren vorsorgliche Erhöhung angeregt wurde – beginnt der Feuchtbereich, den die Wildschweine als Suhle nutzen. Dem schließen sich die mit Torfmoosen bedeckten Moorflächen an.

Die Torfstiche, die vor wenigen Jahren noch als Wasserflächen zu erkennen waren, sind inzwischen ebenfalls von Torfmoosen überzogen. Die Rückentwicklung der Moorflächen dürfte damit gesichert sein, so Bokelmann.

Oftmals werde verkannt, dass das 34 Hektar große Naturschutzgebiet sich aufteilt in die nicht begehbaren Moorflächen, den angrenzenden Birkenbruchwald und die Heideflächen, deren Pflege durch Beweidung mit Schafen gesichert wird.

Von der erfolgreichen „Arbeit“ der Schafe konnte sich die Gruppe ebenfalls überzeugen. Die junge Heide sprießt wieder durch, und von Birken entkusselt sei die Fläche auch, so Bokelmann.

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