Harpstedt „Der Bremer Erzbischof Gerhard II. von Lippe – Kriegsherr und Kirchenfürst im Oldenburgischen“ ist ein Vortrag überschrieben, den Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Universität Vechta) an diesem Freitag, 13. Dezember, um 18.30 Uhr in der Wasserburg in Harpstedt halten wird. Zu diesem laden die Samtgemeinde Harpstedt und der Beirat des Forschungsprojektes „Bäuerliche Siedlungs- und Geschlechterhistorie im Alten Amt Harpstedt“ ein.

Der Historiker mahnt, die Geschichte eines der wichtigsten Bremer Erzbischöfe in Erinnerung zu behalten, heißt es in der Ankündigung. 2019 ist ein Jubiläumsjahr, denn Gerhard II. (um 1190 bis 1259) trat sein Regiment im Jahre 1219 an. Der Erzbischof aus dem Hochadelshaus der Edelherren von Lippe regierte eine ungewöhnlich lange Zeit, nämlich 40 Jahre: 1219 bis 1258. Er besiegte in langjährigen Kämpfen die aufständischen Stedinger Bauern, gründete zwei Grafschaften neu, baute Burgen und nahm an Königswahlen teil. Überhaupt hat er sich mehr als Schlachtenlenker denn als geistlicher Oberhirte hervorgetan. Gemeinsam mit der Stiftsritterschaft des Erzbistums und dem Herzog von Sachsen beendete er 1227 die dänische Okkupation Schleswig-Holsteins, heißt es weiter.

Für Harpstedt und Wildeshausen war er wichtig, weil er die Kirchspielseinteilung regelte und damit den riesigen Sprengel Harpstedts von dem westlich der Hunte gelegenen Wildeshausen abgrenzte. Außerdem förderte er den gotischen Neubau der Wildeshauser Alexanderkirche sowie weitere Kirchenbauten in Berne und Bremen.

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