Oldenburg Um eine besondere Motivationshilfe vor dem nächsten Bundesligaspiel seiner Handballerinnen musste sich Trainer Leszek Krowicki diesmal wohl keine großen Gedanken machen. Zu tief sitzt der Stachel der Pokalpleite noch. Gerade einmal dreieinhalb Wochen ist es her, dass die Frauen des VfL Oldenburg in Cloppenburg überraschend ihr Zweitrundenspiel im DHB-Pokal gegen den Liga-Rivalen HSG Blomberg-Lippe glatt mit 28:34 (13:15) verloren haben.

„Der Pokal ist eigentlich unser Lieblingswettbewerb“, ärgerte sich damals Rückkehrerin Angie Geschke bei ihrem Debüt im VfL-Trikot. Mit der bislang schlechtesten Saisonleistung hatten sich die Oldenburgerinnen abrupt aus dem nationalen Wettbewerb verabschiedet. Aus der Traum vom Pokalfinale, das sie zuletzt 2012 in Göppingen erreicht und als Pokalsieger beendet hatten.

Zur Wiedergutmachung bleibt den VfL-Frauen jetzt nur noch der Ligabetrieb, und so erhält die an diesem Mittwoch in Blomberg (19.30 Uhr) anstehende Partie zusätzlich Brisanz. „Natürlich wollen wir in Blomberg noch eine Rechnung begleichen“, sagt Krowicki und blickt dabei aber nicht nur zurück.

Immerhin ist das Verfolgerfeld hinter den beiden führenden Star-Ensembles vom HC Leipzig und Thüringer HC eng zusammengerückt. Den Bundesliga-Dritten VfL Oldenburg (10:6 Punkte) trennen nur zwei Zähler von der HSG Blomberg (8:8), die als Tabellensechster aktuell noch einen Platz für die Meisterrunde belegt.

„Wir wollen die Punkte unbedingt mit nach Oldenburg nehmen. Dazu müssen wir uns aber im Vergleich zum Pokalspiel besonders in kämpferischer Hinsicht steigern“, betont Krowicki, der sich noch Sorgen um den Einsatz von Julia Wenzl macht. Die Rückraumspielerin fehlte aufgrund einer Erkältung zuletzt im Training.

Gegner Blomberg, der wie der VfL Spielerinnen für verschiedene Nationalteams abstellen musste, verfügt in der erst 19-jährigen Xenia Smits über ein echtes Ausnahmetalent. Die Halblinke erzielte in acht Ligaspielen 32 Treffer – und auch im Pokal unterstrich sie jüngst ihre Klasse, als sie in Cloppenburg fünf Tore zum 34:28 gegen den VfL beisteuerte. Starke Leistungen im HSG-Trikot bot zuletzt auch die Ex-Oldenburgerin Barbara Hetmanek, die gegen Bietigheim und Göppingen jeweils fünf Tore erzielte.


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Otto-Ulrich Bals Autor
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