Buxtehude /Oldenburg Auf die Frage, was gefehlt habe, kannte Leszek Krowicki nur eine Antwort: „Zwei Monate Vorbereitung.“ Auf mangelnde taktische Abstimmung und konditionelle Defizite führte der Trainer des VfL Oldenburg die 27:29-Niederlage zum Saisonauftakt beim Buxtehuder SV zurück. So machte sich der Trainingsrückstand der vielen angeschlagenen Spielerinnen am Sonnabend deutlich bemerkbar. Fast über die gesamte Distanz liefen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL einem Rückstand hinterher und verloren das Nordderby am Ende verdient.

„Wir haben alle möglichen Konzepte ausprobiert, aber in der ersten Halbzeit in der Abwehr zu schlecht gespielt“, sagte Krowicki. 20 Gegentore vor der Pause waren eindeutig zu viel. Zwar erzielte Angie Geschke, mit acht Treffern beste Werferin der Partie, das 1:0 und 2:1 für die Gäste, doch das sollte die letzte VfL-Führung bleiben. Die Gastgeberinnen nutzten vor 1200 Zuschauern Oldenburgs Abwehrschwäche und ihren Heimvorteil konsequent aus. Bis Mitte der ersten Halbzeit erkämpften sie sich einen 10:5-Vorsprung. Zwischenzeitlich holte der VfL auf und glich sogar aus (10:10, 20. Minute), ehe Buxtehude mit einem Zwischenspurt bis zur Pause auf 20:16 davonzog. Neben der neuen Kreisläuferin Stefanie Kaiser (Fußprobleme) ging auch Isabelle Jongenelen (Fieber) geschwächt ins Spiel. Und auch die Niederländerin Kelly Dulfer war nach ihrer Olympia-Teilnahme noch nicht bei einhundert Prozent, ebenso wie die zuletzt angeschlagenen Geschke und Caroline Müller.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Oldenburgerinnen jedoch und machten die Begegnung trotz Dauer-Rückstands noch einmal spannend. Zehn Minuten vor dem Ende glich Müller zum 26:26 aus, so dass die Gäste wieder Hoffnung schöpften. Zehn torlose Minuten machten dann allerdings aus dem Unentschieden eine 29:26-Führung des BSV – das Nordduell war entschieden. So jubelten am Ende die beiden ehemaligen VfL-Frauen Maike Schirmer und Annika Meyer. Beide trafen in ihrem ersten Pflichtspiel für Buxtehude dreimal, Kreisläuferin Meyer wurde zudem als wertvollste Spielerin der Partie ausgezeichnet.

Derweil setzt Krowicki auf den Faktor Zeit: „Wir haben eine gute Mannschaft und wollen jetzt nachholen, was wir im Sommer verletzungsbedingt verpasst haben.“ So sind die beiden Europapokalspiele gegen Außenseiter Bnei Herzliya (Sonnabend, 19.30 Uhr, Sonntag, 14 Uhr, beide kleine EWE-Arena) aus Israel auch dafür vorgesehen, dass sich das Team weiter einspielt. Denn der Bundesliga-Terminplan kennt keine Gnade: Zum ersten Heimspiel kommt Meister Thüringer HC (Mittwoch, 21. September, 19.30 Uhr) nach Oldenburg.


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