OLDENBURG Und immer wieder Bayer Leverkusen: Zum dritten Mal in Folge treffen die Handballerinnen des VfL Oldenburg in der Playoff-Runde um die deutsche Meisterschaft auf den Rivalen vom Rhein. Bilanz unentschieden. 2010 schaltete Leverkusen den VfL mit 24:21 und 35:25 aus, im Vorjahr setzten sich die Oldenburgerinnen knapp durch (27:29, 27:24). Am Sonnabend in Leverkusen und am kommenden Mittwoch in Oldenburg erfährt der Bundesliga-Klassiker nun seine dritte Auflage.

„Ich erwarte ein sehr ausgeglichenes Duell – mit der Hoffnung, es wieder für uns zu entscheiden“, sagt Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki mit Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel am Sonnabend (15 Uhr, Smidt Arena). Seine Leverkusener Kollegin gibt sich da schon etwas kämpferischer: „Wir haben viel Potenzial nach oben und das gilt es nun, in den Playoffs gegen Oldenburg abzurufen“, meinte Renate Wolf nach der 23:27-Niederlage gegen Leipzig im letzten Punktspiel der Normalrunde.

Tatsächlich aber können sich die beiden Trainer-Ikonen der Liga nichts vormachen. Sie kennen sich seit vielen Jahren, wie sie auch die jeweils gegnerische Mannschaft auf dem Effeff kennen. Taktische Überraschungen sind da eher ausgeschlossen. „Ich kann Renate nicht überraschen und sie mich nicht“, sagt Krowicki, der die aktuelle Bayer-Mannschaft als „gut und gefährlich“ einstuft.

Leverkusen musste zum Saisonstart die beiden Nationalspielerinnen Klara Woltering (Tor/Podgorica) und Anna Loerper (Rückraum/Holstebro) ersetzten, Oldenburg die Stammkräfte Tatiana Surkova (Tor/Schwangerschaft) und Lydia Jakubisova (Rechtsaußen/Thüringer HC). Diese Abgänge sind längst kompensiert worden, wobei die jüngste Entwicklung die VfL-Frauen im Vorteil sieht. Das Bundesliga-Hinspiel im November wurde zwar klar mit 26:31 verloren, doch danach startete das Team von Krowicki eine eindrucksvolle Erfolgsserie. Mit 16:4 Punkten – darunter die 32:25-Heimgala gegen Leverkusen – avancierte Oldenburg zum besten Rückrundenteam der Bundesliga.

Von solchen Zahlen will Krowicki bekanntlich nichts wissen, ihn plagen ohnehin seit Dienstag ganz andere Sorgen: Rechtsaußen Jennifer Winter knickte im Training um und droht nun, für das wichtige Playoff-Hinspiel am Sonnabend auszufallen.

 @ http://www.NWZonline.de/vflhandball

Otto-Ulrich Bals Autor
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