Köln (dpa) - Kroatiens Handballverband hat nach dem 21:22 im entscheidenden WM-Hauptrundenspiel gegen Deutschland einen Beschwerdebrief an den Weltverband geschrieben. Dies bestätigte die IHF dem Nachrichtenportal "Spiegel Online".

Die Kroaten, die auf einen offiziellen Protest gegen die Wertung der Partie verzichteten, listeten darin mehrere Fehlentscheidungen der dänischen Schiedsrichter Martin Gjeding und Mads Hansen auf. Kroatien hatte durch die Niederlage die Chance auf den Einzug ins WM-Halbfinale eingebüßt.

Schon unmittelbar nach dem Spiel hatte Trainer Lino Cervar die Referees heftig kritisiert. "Die Schiedsrichter haben sich nicht fair verhalten", sagte Cervar. So etwas habe er in 45 Jahren als Trainer noch nicht erlebt. Ganz besonders in Rage hatte die Kroaten ein angebliches Stürmerfoul von Igor Karacic gegen Fabian Wiede in der umkämpften Schlussphase beim Stand von 21:20 für Deutschland gebracht.

Die Unparteiischen räumten inzwischen ein, diese Situation falsch bewertet zu haben. "Eines der Kriterien für ein Stürmerfoul ist, dass der Verteidiger im Moment des Körperkontakts steht", sagte Gjeding dem dänischen Fernsehsender TV2. "Das war in der Szene nicht der Fall. Ich musste das Video nicht oft ansehen, um zu erkennen, dass es eine Fehlentscheidung war." Er habe deswegen nicht gut geschlafen, so Gjeding. Sein Kollege Hansen meinte: "Jeder, der in seinem Job einen Fehler macht, weiß, wie unangenehm das ist."

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