Flensburg (dpa) - Handball-Profi Holger Glandorf von Meister SG Flensburg-Handewitt sieht sich mit seinen 35 Jahren nicht mehr lange als Spieler.

"Ich glaube schon, dass man - in Anführungsstrichen - in den letzten Zügen liegt", sagte der Rückraumakteur den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Früher habe ich nach jedem Spiel gefragt: Können wir morgen wieder spielen? Jetzt brauche ich nach jedem Spiel zwei Tage, um wieder einigermaßen auf dem Damm zu sein, da tut alles weh am nächsten Tag." Der Körper signalisiere ihm, langsam ans Aufhören zu denken. Die bevorstehende Saison könnte "Stand jetzt" die letzte sein. Endgültig festlegen will er sich aber nicht.

Für die Zeit nach der Profikarriere hat Glandorf klare Vorstellungen. "Ich habe mich neben der Handball-Karriere im Bereich Sportmanagement weitergebildet und sehe mich auch in diese Richtung gehen. Als Familie möchten wir in Flensburg bleiben, wir fühlen uns sehr wohl hier", sagte der ehemalige Nationalspieler, der in der Bundesliga mit 2294 Treffern Rekordfeldtorschütze ist.

Der erstmalige Gewinn der deutschen Meisterschaft fühle sich "einfach schön an", sagte er. Eine Wiederholung hält er kaum für möglich. Die Situation mit sechs Abgängen und sechs neuen Spielern müsse man "schon anders einordnen, als wenn wir mit der Vorjahresmannschaft antreten würden", meinte der Weltmeister von 2007. "Schwer zu sagen, wo die Reise dann hingeht."

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