Novi Sad /Oldenburg Anna Loerper und Angie Geschke klatschten sich nach dem Schlusspfiff freudestrahlend ab und umarmten sich, Wiebke Kethorn klatschte eifrig Beifall: Es war ein Oldenburger Tag bei der Handball-WM der Frauen in Serbien. 15 Treffer steuerte das Bundesliga-Trio des VfL am Donnerstag zum 26:20 (10:11)-Sieg über Tunesien bei. Loerper, mit sechs Toren beste deutsche Werferin, wurde zudem als wertvollste Spielerin der Partie ausgezeichnet.

Damit spielt das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) in der abschließenden Partie der Vorrunde an diesem Freitag (17 Uhr/Sport 1) gegen Ungarn um den Gruppensieg und die vermeintlich leichtere Aufgabe im Achtelfinale. „Wir sind glücklich über die zwei Punkte und freuen uns nun auf das nächste Spiel“, sagte eine sehr zufriedene Loerper.

Bundestrainer Heine Jensen vertraute zum ersten Mal während der WM auf einen Oldenburger Block. Kethorn (5 Tore) begann anstelle von Routinier Anja Althaus am Kreis, Geschke (4) ersetzte Natalie Augsburg auf dem linken Flügel und Loerper agierte als Spielmacherin.

Zahlen zum Spiel

Deutschland Woltering (Podgorica), Krause (Thüringer HC) - Zapf (Bayer Leverkusen) 2/1, Lang (HC Leipzig) 1, Augsburg (Leipzig), Kethorn (VfL Oldenburg) 5, Loerper (VfL Oldenburg) 6, Minevskaja (TuS Metzingen), Naidzinavicius (Leverkusen), Hubinger (Leipzig) 1, Steinbach (F. Budapest), Beier (Füchse Berlin), Althaus (Thüringer HC), Nadgornaja (Thüringer HC) 3, Müller (Leipzig) 4, Geschke (VfL Oldenburg) 4. Tunesien Abdallah, Omrani, Ben Slama - Daoula 1, Alghaoui 2, Rejeb 1, Sfar Ben Chker, Toumi 2, Hlaili, Kilani, Chebbah 6/2, Hachana 2/1, Dhaoudi 5, Yahiaoui, Jouadi, Kouki 1.

Vor 800 Zuschauern in Novi Sad fehlte es der DHB-Auswahl allerdings lange an Souveränität. „Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Tempo gemacht als in der ersten Halbzeit“, analysierte Loerper, die nach dem Seitenwechsel für viel Druck und mit vier Toren in Folge zum 14:11 (37. Minute) für die Vorentscheidung sorgte. „Wenn sie den Ball im Tempo kriegt, dann ist sie kaum zu stoppen. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte Jensen die 29-jährige Oldenburgerin. Spätestens beim 22:14 (51.) durch Geschke war die Partie entschieden.

Im ersten Durchgang gelang den deutschen Frauen zunächst nicht viel. Zwar gingen sie beim 4:3 durch Kethorns zweiten Treffer erstmals in Führung (9.), Tunesien spielte aber ohne Respekt vor der körperlich überlegenen Deckung des Gegners und erkämpfte sich so eine 11:10-Pausenführung. „In dieser Phase haben die Tunesierinnen sehr viel Druck gemacht, so dass wir gar nicht zur Entfaltung kommen konnten“, kommentierte Loerper.


Mehr Infos unter   www.nwzonline.de/handballwm2013-frauen 
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.