Oldenburg Beide Teams haben in dieser Saison noch viel vor. Der Buxtehuder SV träumt vom ersten nationalen Titelgewinn, der VfL Oldenburg von einem Europapokal-Startplatz. „Diese Ausgangslage macht das Derby zusätzlich hochinteressant“, sagt Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki vor dem mit Spannung erwarteten Duell seiner VfL-Frauen an diesem Sonntag (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) gegen den Nordrivalen und Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Über 600 Tickets hat der VfL bereits im Vorverkauf abgesetzt – über 1500 Zuschauer sollen es werden.

Buxtehude (38:4 Punkte) rangiert in der Tabelle nur einen Minuspunkt vor Titelverteidiger Thüringer HC (35:5) und muss noch beim THC antreten. Oldenburg (28:14) wiederum muss Platz fünf vor Blomberg und Leverkusen (beide 25:17) verteidigen. „Klar verfolgen beide Teams eigene Interessen. Wir dürfen nur auf uns schauen“, gibt sich Krowicki kämpferisch, der auf die beiden Rückkehrerinnen Angie Geschke (Fußverletzung) und Sabrina Neuendorf (Kurzzeit-Comeback) setzt. Für die beiden Derby-erfahrenen Rückraumspielerinnen hat er eigens am Sonnabend noch ein Mannschaftstraining angesetzt.

Oldenburg gegen Buxtehude – das ist die „Mutter aller Derbys“ in der Frauenhandball-Bundesliga. Beide Clubs begegnen sich seit bald drei Jahrzehnten auf höchstem Niveau. Immer waren es überaus packende und hochinteressante Duelle, meist auf Augenhöhe. Selten einmal gab es bei den Spielausgängen große Ausreißer nach oben oder unten. Die ewige Liga-Statistik sieht den BSV dabei leicht im Vorteil, wie auch der Blick auf die vergangenen zehn Partien unterstreicht: Aus Oldenburger Sicht sind dabei vier Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen verbucht.

Auffällig ist auch die Heimstärke, die beide Clubs im Nordderby bislang auszeichnete. So gewannen die VfL-Frauen die vergangenen drei Heimspiele letztendlich relativ sicher (38:31, 31:27 und 31:26). Gleiches gilt nahezu auch für den Buxtehuder SV (30:29, 35:31 und 38:33). Oldenburgs letzte Heimschlappe gegen den Nordrivalen datiert vom 1. April 2012, als Buxtehude in der EWE-Arena mit 32:25 dominierte. Der letzte Erfolg der Oldenburgerinnen beim BSV liegt dagegen viele Jahre zurück (34:25, 28. März 2010) – einer der besagten Ausreißer.

Aktuell stellt der Buxtehuder SV klar die Nummer eins im Norden dar. Die Mannschaft von Trainer Dirk Leun gastiert am Sonntag in Oldenburg als Tabellenführer und will mit einem Derbysieg ihre Titelambitionen unterstreichen. Im vierten Anlauf soll es endlich klappen, nachdem für den zweimaligen Europapokal-Gewinner bereits dreimal (2003, 2011 und zuletzt 2012) nach überragenden Saisonleistungen nur die Vizemeisterschaft herausgesprungen war. Zwei Titel sind sogar noch möglich, sowohl die Meisterschaft als auch der DHB-Pokalsieg. Beides wären für den BSV Premieren, in 26 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit sprang noch nie ein nationaler Titel heraus.

Die Oldenburgerinnen könnten diese lange Wartezeit des Gegners mit einem Sieg am Sonntag durchaus noch einmal verlängern.


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Otto-Ulrich Bals Autor
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