Oldenburg Jede Woche ein Spiel? Rhythmus entwickeln? Mitnichten. Der Spielplan der Bundesliga-Handballerinnen ist auch in diesem Herbst löchriger als ein Tornetz. Nur noch vier (!) Bundesliga-Spiele stehen dem VfL Oldenburg bis Weihnachten bevor. Zum Vergleich: In der Männer-Bundesliga tragen die Teams bis dahin zehn Partien aus.

Angesichts der Verletztenmisere dürfte VfL-Trainer Niels Bötel aber sehr recht sein, dass nach dem anstehenden Spiel beim Buxtehuder SV an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) und dem Heimspiel genau eine Woche später gegen die SG Bietigheim (19.30 Uhr, kleine EWE Arena) erstmal wieder drei Wochen Pause warten. Bis zu den zwei Spielen im November könnten zumindest Kathrin Pichlmeier (Sehnenverletzung am Daumen) oder Marie Steffen ins Team zurückkehren. Die 18-Jährige hat ihre Fingerverletzung überwunden, knickte aber in der vergangenen Woche im Training um. Bei der Pokalniederlage am Sonntag gegen den Zweitligisten TSV Nord Harrislee musste darum Jugend-Spielerin Toni Reinemann neben Ann-Kristin Roller im Innenblock aushelfen.

Das muss sie auch am Mittwoch in Buxtehude. „Es wird noch niemand von den Verletzten zurückkehren“, kündigte Bötel an. Mit den Comebacks von Carina Aselmeyer (Syndesmoseriss), Lisa-Marie Fragge (Hüftoperation) und Laura Kannegießer (Kreuzbandriss) ist ohnehin wohl frühestens zu den Partien bei der HSG Bensheim/Auerbach am 27. Dezember oder gegen die TuS Metzingen zwei Tage später zu rechnen.

Nach der Niederlage in Harrislee stehen die Chancen für die VfL-Frauen beim Bundesligisten in Buxtehude also nicht gut – zumal die noch fitten Stammspielerinnen um die Top-Werferinnen Helena Mikkelsen und Myrthe Schoenaker am Sonntag „fast alle durchgespielt“ haben.

So zumindest der Anschein. Doch auch beim Nord-Rivalen sieht die Personallage alles andere als rosig aus. Buxtehude hat im linken Rückraum durch die Ausfälle von Jessica Oldenburg (Schwangerschaft) und Annika Lott (Schulter-OP) eine Schwachstelle. Zudem fehlt Torhüterin Lea Rühter (Meniskus-OP). Deshalb muss auch der BSV „junge Spielerinnen ins kalte Wasser schmeißen“, stellte Trainer Dirk Leun fest, der deshalb keinen Favoriten sieht: „Es ist ein besonderes Spiel. Derbys werden nicht immer von den handballerischen Fähigkeiten entschieden. Es kommt auf die Einstellung, den kämpferischen Faktor und den Siegeswillen an.“

Siegeswillen haben Bötel und die VfL-Frauen, das haben sie beim Liga-Erfolg bei der Neckarsulmer SU gezeigt. Nicht nur deshalb wittert Bötel bei den fünftplatzierten Buxtehuderinnen eine Chance: „Es wird ein hartes Stück Arbeit – aber im Derby ist immer was drin. Wir hoffen, dass Buxtehude einen schlechten Tag hat.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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