Oldenburg Borussia Dortmund, die SG Bietigheim und der Thüringer HC – in dieser Reihenfolge – dominieren in dieser Saison die Handball-Bundesliga der Frauen. Sämtliche Titel werden sie unter sich ausspielen. „Die großen Drei spielen mit ihren finanziellen und personellen Möglichkeiten in einer anderen Liga. Das ist einfach so“, sagt Oldenburgs Trainer Niels Bötel. Und doch besteht ein Fünkchen Hoffnung für den Underdog aus Oldenburg vor dem Gastspiel des siebenmaligen deutschen Meisters THC an diesem Sonntag (16.30 Uhr, kleine Arena). Denn aus diesem Trio hinterlassen die Thüringerinnen bislang den instabilsten Eindruck in dieser Saison.

So beendete der THC jüngst die Hinrunde mit einer 25:34-Niederlage bei Bayer Leverkusen. Das hochgelobte Team von Erfolgstrainer Herbert Müller kassierte damit nach dem 25:26 gegen Dortmund und dem 25:28 gegen Bietigheim bereits die dritte Saisonniederlage. „Es ist richtig, dass Thüringen aktuell nicht ganz so konstant agiert, wie man es von dieser Mannschaft gewohnt war und ist. Auf der anderen Seite ist die Truppe nun mächtig unter Druck, verfolgt der Club doch hohe Ziele“, will Bötel die Erwartungen an sein Team nicht zu hoch werden lassen.

„Wir haben zwar in eigener Halle Bietigheim beim 25:25 hier überraschen können, aber da passte auch einfach alles bei uns zusammen. Gegen solche Gegner haben wir, wenn überhaupt, nur eine Chance, wenn wir 40, 45 Minuten lang nahezu fehlerfrei spielen“, betont der Trainer, der gegen den deutschen Pokalsieger neben den verletzten Lina Genz, Carina Aselmeyer und Kristina Logvin auch auf seine Kapitänin Julia Renner verzichten muss.

Die Oldenburger Torfrau hatte sich am Wochenende beim Spiel in Dortmund (30:39) bereits in der 13. Minute bei einem Abwehrversuch eine Fingerverletzung an der linken Hand zugezogen. Renner, zwei Finger im Tapeverband, biss 60 Minuten lang die Zähne zusammen, muss nun aber für das Heimspiel gegen den THC passen. Für die 32-jährige Nummer eins rückt nun wieder die 16-jährige Gesa Neuendorff, die im letzten Heimspiel gegen Mainz ein bärenstarkes Heimdebüt feierte, in den Kader. Beim Gegner drohen in Kreisläuferin Meike Schmelzer und Rückraum-Ass Mariana Lopes zwei enorm wichtige Spielerinnen in Oldenburg verletzungsbedingt auszufallen.

Der letzte Sieg der VfL-Frauen gegen Thüringen datiert vom 25. Mai 2015, als die Oldenburgerinnen den Favoriten im DHB-Pokal mit 28:27 bezwangen. In der Bundesliga liegt ein Erfolgserlebnis gar schon bald acht Jahre zurück: Am 26. Februar 2012 besiegten die Oldenburgerinnen den THC vor heimischer Kulisse ebenfalls knapp mit 27:26.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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