Handball In Oldenburg
VfL-Frauen treffen im Supercup auf verstärkten Meister

Jetzt geht’s wieder los: Die Pokalsiegerinnen aus Oldenburg starten mit dem Kampf um den Supercup gegen Meister Thüringer HC in die neue Spielzeit. Während die VfL-Damen noch an der Wunderhorn-Pleite knabbern, hat sich der Gegner hochkarätig verstärkt.

Bild: VfL/Folkerts
Hinten von links: Teammanagerin Astrid Huntemann, Physiotherapeutin Theresa Böckmann, Teamarzt Leopold Behler, Physiotherapeutin Mirjam Koscheck, Physiotherapeutin Silke Prante. Mitte von links: Kristina Logvin, Jenny Behrend, Myrthe Schoenaker, Isabelle Jongenelen, Helena Mikkelsen, Kim Birke, Jane Martens, Lina Genz. Vorne von links: Trainer Niels Bötel, Ann-Kristin Roller, Cara Hartstock, Julia Renner, Torwarttrainer Christoph Dannigkeit, Annamaria Ferenczi, Lisa-Marie Fragge, Angie Geschke, Co-Trainer Andreas LampeBild: VfL/Folkerts
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Oldenburg Eigentlich dürfte es nur strahlende Gesichter bei den Handballerinnen des VfL Oldenburg geben. Am Donnerstag präsentierte der Club einen neuen starken Sponsor, und an diesem Samstag (19.30 Uhr, Wiedigsburghalle in Nordhausen) darf der deutsche Pokalsieger im Supercup das Duell mit dem Meister Thüringer HC bestreiten. Noch vor zwei Jahren sahen die sportlichen und wirtschaftlichen Perspektiven weitaus trüber aus. Gleichwohl läuft auf dem Spielfeld noch nicht alles rund.

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„Wir haben uns als Team zusammengesetzt und über die Leistung beim Wunderhorn-Turnier gesprochen. Dass wir nicht ein Spiel gewinnen konnten, tat schon weh“, erwartet die neue VfL-Spielmacherin Kristina Logvin eine Leistungssteigerung. Die wird auch nötig sein. Der Thüringer HC, ohnehin erstklassig besetzt, hat in diesem Sommer in Emily Bölk (Buxtehuder SV) und Alicia Stolle (HSG Blomberg) Deutschlands größte Rückraumhoffnungen verpflichtet.

THC deutlich verbessert

„Der THC ist im Vergleich zum Vorjahr noch eine Klasse stärker geworden. Wir fahren aber nicht nach Nordhausen um zu verlieren, sondern um zu überraschen“, gab sich VfL-Trainer Niels Bötel am Donnerstag kämpferisch.

Das Duell Meister gegen Pokalsieger wurde vor zehn Jahren eingeführt, bislang allerdings nur 2008, 2009, 2015, 2016, 2017 und nun 2018 ausgespielt. Der diesjährige Supercup ist somit erst die sechste Auflage des HBF-Wettbewerbs und zugleich die dritte für den Rekord-Supercup-Sieger aus Thüringen.

Doch auch der VfL kann bereits einen Supercup-Sieg aus dem Jahr 2009 gegen den HC Leipzig (30:28) vorweisen. Eine Teilnahme, ein Sieg: Noch ist der VfL in diesem Wettbewerb ungeschlagen. Die beiden Liga-Begegnungen der abgelaufenen Saison zwischen den Thüringerinnen und den VfL-Frauen konnte der THC jedoch klar für sich entscheiden (34:27, 37:27). Nimmt man die frischen Eindrücke vom Robert-Schumann-Turnier hinzu, so reisen die Oldenburgerinnen als krasse Außenseiterinnen an.

Die wenigen Lichtblicke im VfL-Kader sollen aber nicht unerwähnt bleiben. In der früheren Dortmunder Torfrau Annamaria Ferenczi (24) und der aus Kopenhagen geholten Rückraumspielerin Myrthe Schoemaker (26) standen zwei Zugänge auf der Platte, die dem Pokalsieger bereits jetzt helfen können.

Mehr Mut gefordert

Logvin, gekommen von Molde HK, ist eifrig dabei, vorhandene Rückstände aufgrund ihrer Schulter-OP schnellstmöglich zu kompensieren. Von der Dänin Helena Egelund Mikkelsen (22), die vom Zweitligisten Halle-Neustadt kam, wünscht sich Trainer Bötel indes mehr Mut. Ihre harten Würfe stellten beim Wunderhorn-Turnier nicht nur Dortmunds Torfrau Clara Woltering vor Probleme.

Wirtschaftlich ist der Bundesligist indes bestens aufgestellt. „Finanziell ist alles in trockenen Tüchern. Unser Etat ist bis zum 30. Juni 2019 gesichert. Keine Probleme!“, meinte Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH, während der Bekanntgabe des neuen Trikotpartners und Sponsors Vierol AG. Insgesamt acht neue Unterstützer konnte der viermalige Pokalsieger in diesem Sommer hinzugewinnen.

„Wir sind ein international tätiges Unternehmen, aber in der Region fest verankert. Gern wollen wir uns regional engagieren. Der Vertrag mit dem VfL läuft zunächst für ein Jahr, aber grundsätzlich streben wir langfristige Engagements an“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vierol AG, Ulf R. Koschig, zum Einstieg in die Goldclub-Kategorie beim Bundesligisten.

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