Oldenburg Die Zielsetzung, der Klassenerhalt, ist geschafft. Jetzt wollen die Handballerinnen vom VfL Oldenburg in den verbleibenden drei Saisonspielen in der Bundesliga noch etwas aus ihrer Sicht ganz Wichtiges erledigen. „Wir wollen diese Saison unbedingt noch mit ein paar positiven Eindrücken beenden“, heißt es unisono aus der zuletzt so gebeutelten Mannschaft. Acht Niederlagen in Folge nerven nicht nur die Anhänger, Offiziellen und Trainer, sondern insbesondere auch die Spielerinnen.

„Da prasselt im Moment viel auf das Team ein. Hinzu kommen ja auch ein, zwei knappe Niederlagen. Das erhöht den Druck, keine Frage“, sagt Trainer Niels Bötel vor dem Gastspiel an diesem Samstag (19.30 Uhr) beim feststehenden Absteiger TV Nellingen. Es folgen noch das letzte Heimspiel am 11. Mai (18 Uhr) gegen Borussia Dortmund sowie zum Saison-Abschluss die Partie bei der HSG Bensheim/Auerbach (18. Mai). Alles eine Kopfsache: „Jetzt ist es unsere Aufgabe, im Training wieder die Lockerheit hineinzubekommen, den Spaß und die Freude am Handball zu vermitteln“, nimmt sich Bötel selbst in die Pflicht.

Gerade in Stresssituationen versagten Kim Birke und Co. in den vergangenen Spielen immer wieder mal die Nerven. „Was im Training gut klappte, funktionierte dann halt nicht im Spiel“, weiß Bötel. Und mit jeder Niederlage wird die Aufgabe nicht leichter. Erst recht nun in Nellingen. Denn Bötel muss in der Deckung einen komplett neuen Innenblock finden.

Nachdem Lisa-Marie Fragge mit Hüftproblemen schon im letzten Heimspiel passen musste, fehlt Bötel in Ostfildern nun auch seine Abwehrchefin. Cara Hartstock fällt mit einem Fingerbruch aus, den sie sich in der Endphase beim 22:43 gegen Bietigheim zugezogen hatte. Isabelle Jongenelen wiederum plagt sich seit Wochen mit einer Steißbein-Verletzung herum, „schmeißt sich aber voll rein“. Und die lange Anreise – Abfahr ist am Samstag um 8.30 Uhr – ist in dieser sportlichen Situation auch nicht gerade leistungssteigernd für ein Abendspiel. Bötel sagt es nicht, weiß aber darum.

Zumal auch die Gastgeberinnen alles unternehmen wollen, die Spielzeit erhobenen Hauptes zu beenden. Der Club zieht sich bekanntlich in die 3. Liga zurück und wagt einen Neuanfang. Neun Abgänge stehen bereits fest, darunter Leistungsträgerinnen wie Torjägerin Lena Degenhardt (geht nach Metzingen), Torfrau Sarah Wachter (Neckarsulm), Roxana Alina Ioneac (Göppingen) und Luisa Scherer (Buxtehude). „Die werden sich in der eigenen Halle voll reinhauen“, sagt Bötel. Dann kann es sicher nicht schaden, wenn die VfL-Frauen zuvor ihre Köpfe frei bekommen haben.

Otto-Ulrich Bals Autor
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