Oldenburg Statistiken sprechen oft eine deutliche Sprache – auch wenn sie natürlich nicht die ganze Wahrheit verraten und nicht für bare Münze genommen werden dürfen. Es lassen sich aber Tendenzen erkennen. So auch beim nächsten Gegner des VfL Oldenburg in der Handball-Bundesliga. Die Aufsteigerinnen von Mainz 05, die an diesem Sonntag (16.30 Uhr) in der kleinen EWE-Arena gastieren, weisen als Vorletzter das schlechteste Torverhältnis aller 14 Teams auf.

Die „Meenzer Dynamites“ haben entgegen ihrem Spitznamen im Angriff bislang Durchschlagskraft vermissen lassen und in 12 Spielen erst 282 Tore erzielt, also 23,5 im Schnitt. Doch das sollte die Oldenburgerinnen noch nicht beruhigen, die in der Tabelle der schwächsten Offensiven mit 294 Toren (24,5 pro Spiel) auf Rang zwei stehen. Selbst Schlusslicht Ketsch (299) hat mehr, alle anderen Teams sind sogar schon über der 300-Tore-Marke. Die torgefährlichsten Mainzerinnen Alicia Soffel (64) und Larissa Platen (57) haben zwar nicht so viele Treffer wie Oldenburgs beste Schützin Myrthe Schoenaker (69), aber mehr als die zweitbeste Helena Mikkelsen (46).

Die Mainzerinnen haben jedoch mit 385 Gegentoren auch die zweitschlechteste Defensive, nur die Kurpfalz Bären (387) haben zwei mehr. Der VfL steht hinten deutlich besser, 354 Gegentreffer bedeuten in der Liste Platz 11. Dass das nichts bedeutet, beweist der 10. Tabellenplatz, den die Oldenburgerinnen dennoch innehaben.

Und auch Mainz hat trotz der insgesamt schwachen Tordifferenz schon zwei Spiele gewonnen – gegen Ketsch und gegen Bad Wildungen. Das Torverhältnis kam auch durch teils deftige Niederlagen gegen die Top-Clubs zusammen, wie gegen Thüringen (20:40), Bietigheim (26:38), Metzingen (14:32) und zuletzt Dortmund (21:39). Das Spiel gegen den BVB verlief jedoch bemerkenswert: Zur Halbzeit lag Mainz schon mit 4:21 zurück, kämpfte sich nach der Pause aber in die – schon verlorene – Partie und erzielte noch 17 Treffer.

Abschreiben dürfen die VfL-Frauen also auch die „Meenzer Dynamites" nicht. Dennoch ist das Spiel gegen Mainz – noch dazu vor eigenem Publikum – wohl eine der besten Gelegenheiten, das eigene Punktekonto noch etwas aufzustocken.

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Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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