Oldenburg Zuwachs für die Talentschmiede: Nachdem der VfL Oldenburg in den vergangenen Tagen sieben Vertragsverlängerungen mit Spielerinnen aus dem aktuellen Kader perfekt machen konnte, meldet der Bundesligist jetzt die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison, die nicht aus den eigenen Reihen kommt. Luisa Knippert spielt derzeit bei Zweitligist TV Beyeröhde (Wuppertal) und hinterließ zuletzt beim Probetraining einen starken Eindruck.

„Da haben wir gemerkt, wie gut Luisa auch charakterlich ins Team passt. Sie ist eine echte Allrounderin, kann im Rückraum auf verschiedenen Positionen spielen und wird uns speziell auch in der Abwehr weiterhelfen“, setzt VfL-Trainer Niels Bötel große Hoffnungen in die erst 21-Jährige, die sich bereits beim Heimsieg der VfL-Frauen gegen Mainz (38:32) einen Eindruck von der neuen Mannschaft machte.

Knippert („Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde.“) eilt der Ruf voraus, eine kampfstarke, athletische Spielerin mit einer großen Leistungsbereitschaft zu sein. Und obwohl die 1,77 Meter große Rückraumspielerin noch sehr jung ist, kann sie eine eindrucksvolle Vita vorweisen. Ausgebildet bei Bayer Leverkusen, mit dessen A-Jugend sie 2015 deutsche Meisterin wurde und in den folgenden zwei Jahren die Vizemeisterschaft feierte, verfügt Knippert über eine hohe Spielintelligenz. Ihr Vertrag in Oldenburg läuft bis 2022.

Somit kann der viermalige Pokalsieger bis dato fest mit elf Spielerinnen für die Saison 2020/21 planen, da Torfrau Nele Reese, Kreisläuferin Carina Aselmeyer und Rückraum-Ass Kathrin Pichlmeier ohnehin noch bis 2021 an den VfL gebunden sind. Auf Letztere wird Trainer Bötel im Heimspiel an diesem Sonntag gegen die Neckarsulmer Sportunion (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) wohl schmerzlich verzichten müssen. Pichlmeier, zuletzt gegen den Thüringer HC mit neun Treffern beste VfL-Torschützin und in der 49. Minute ausgewechselt, laboriert an einer Bänderverletzung.

„So wie es aussieht, sind die Bänder nicht gerissen. Doch bis zum Neckarsulm-Spiel wird es wohl nicht reichen“, beklagt Bötel erneut den Ausfall einer Stammspielerin. Die Langzeitverletzten Aselmeyer und Lina Genz fehlen ohnehin. Kristina Logvin plagt eine Schulterverletzung, und auch Torfrau Julia Renner musste mit einer Handverletzung gegen Thüringen passen. Zumindest im Fall der Oldenburger Nummer eins besteht leise Hoffnung auf einen Einsatz im wichtigen Heimspiel.

Die Gäste aus dem Schwabenland nutzten am Wochenende die Gunst der Stunde und zogen mit einem Auswärtssieg in Mainz (22:17) in der Tabelle an Oldenburg vorbei. „So oder so erwarte ich ein sehr umkämpftes Spiel. Trotzdem werden wir nichts unversucht lassen, diese Partie für uns zu entscheiden, um so den Abstand zu den Abstiegsrängen weiter zu vergrößern“, will Bötel nach den schweren Auftaktpartien gegen Dortmund (30:39) und Thüringen (25:35) endlich den ersten Rückrundensieg feiern.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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