Oldenburg Vier Wochen vor dem Start der Handball-Bundesliga sind beim VfL Oldenburg die Improvisationskünste von Trainer Leszek Krowicki gefragt. „Natürlich hätte ich in der Vorbereitung gern alle Spielerinnen zur Verfügung. Das wäre schon wichtig. Aber wenn das jetzt nicht der Fall ist, muss ich damit leben“, sagt Krowicki, der im Trainingslager im polnischen Stettin gleich auf drei Stammkräfte verzichten muss. Die Langzeitverletzte Julia Wenzl nicht miteinbezogen.

Die Niederländerin Kelly Dulfer weilt bekanntlich mit dem Oranje-Team bei den Olympischen Spielen in Rio. Die Abwehrspezialistin („Die Eindrücke hier sind für uns alle einfach überwältigend“) darf nach 32:32-Unentschieden gegen Südkorea weiter von einer Medaille träumen. Dulfer (22) wird frühestens beim Wunderhorn-Turnier (27./28. August) zum Team des EHF-Cup-Teilnehmers stoßen. Das Oldenburger Traditionsturnier gilt als Generalprobe und wichtige Standortbestimmung für den Ligastart am 10. September.

Torfrau Julia Renner indes fehlte zunächst aus beruflichen Gründen in Polen, so dass die 28-Jährige in dieser Woche in Oldenburg nur individuelle Übungseinheiten mit Torwarttrainer Alex-andr Vorontsov absolvieren konnte. An diesem Freitag, so die Planung, soll Renner aber nach Polen nachreisen.

Größere Sorgen bereitet Krowicki derweil der Ausfall von Spielführerin Angie Geschke. Die 31-Jährige klagt über Probleme im Adduktorenbereich. „Bei einem sehr guten Heilungsverlauf kann ich in zehn oder 14 Tagen vielleicht wieder ins Training einsteigen. Jetzt hilft nur Ruhe“, erläutert sie. Geschke hatte schon am Wochenende beim Turnier in Melsungen nur zwei von vier Partien bestreiten können. Was zunächst als „reine Vorsichtsmaßnahme“ (Krowicki) gedacht war, hat sich nun als ernsthaftes Problem entpuppt.

Die VfL-Frauen treten an diesem Sonnabend und Sonntag in Stettin bei einem erstklassig besetzten Turnier gegen Gastgeber Pogon Stettin, den polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin sowie den weißrussischen Vizemeister BNTU Belas Minsk an.

Otto-Ulrich Bals Autor
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