Leverkusen /Oldenburg Drei Wochen sind es noch, dann steht für den VfL Oldenburg mit dem Final Four um den deutschen Handballpokal der absolute Höhepunkt dieser Saison an (20./21. Mai). Drei Wochen Zeit, sich nach einer äußerst durchwachsenen Rückrunde so richtig in Form zu bringen. Der erste Schritt dazu ist seit Sonntag gemacht: Dank einer überzeugenden Leistung gewann der VfL die Bundesligapartie bei Bayer Leverkusen verdient mit 31:27 (14:11).

„Ausschlaggebend heute war die sehr gute Arbeit in der Abwehr“, lobte VfL-Trainer Niels Bötel sein Team. Vor 605 Zuschauern in der Ostermann-Arena war Nationalspielerin Angie Geschke mit acht Toren beste Werferin. Unterstützt wurde sie von der stark aufgelegten Rechtsaußen Jenny Behrend, die sieben Treffer erzielte, und der nach ihrer Verletzung wiedergenesenen Malene Staal (5).

Bayer Leverkusen - VfL Oldenburg 27:31

Leverkusen: Kramarczyk, Zec - Jurgutyte, Seidel 6 Tore, Braun 1, Mietzner, Zschocke 2, Potocki 6/davon 2 Siebenmeter, Bruggeman, Karolius 4, Berndt 4, Berger 4, Rode. Oldenburg: Renner, Kürten - Fragge, Birke 4, Wenzl 4, Spur Petersen 1, Martens 1, Behrend 7, Geschke 8/5, Hartstock 1, Roller, Staal 5 , Winter. Zeitstrafen: 3 - 3. Siebenmeter: 2/2 - 5/5. Zuschauer: 605.

Die Vorzeichen vor der Partie waren eigentlich klar: Leverkusen hatte sieben der vergangenen acht Spiele gewonnen, die VfL-Frauen sieben der vorigen neun Partien verloren. Und in der Anfangsphase fanden die Gäste auch schwer ins Spiel. Zwar brachte Geschke den VfL in Führung (2:1, 3. Minute), danach reihte sich allerdings Fehler an Fehler, so dass Leverkusen sechs Treffer in Folge zum 7:2 erzielte (8.). Trainer Bötel sah sich gezwungen, eine erste Auszeit zu nehmen.

„Leverkusen provoziert gern schnelle Abschlüsse, um dann mit Ballgewinnen auf Tempogegenstöße zu setzen. Wir wollten unsere Angriffe deswegen länger ausspielen“, erklärte Bötel seinen Plan gegen die zweitbeste Rückrundenmannschaft und beste Defensive der Liga. Und die Partie kippte: Fortan gelang den „Werkselfen“ nichts mehr, die VfL-Abwehr vor der gut aufgelegten Torfrau Julia Renner stand nun deutlich besser. Tor um Tor verkürzte Oldenburg, nach 21 Minuten glich Geschke per Siebenmeter zum 10:10 aus. Damit nicht genug: Innerhalb der nächsten drei Minuten sorgten Julia Wenzl, die nach ihrer Verletzungspause zurückgekehrte Malene Staal und Cara Hartstock für eine 13:10-Führung (24.). Diesen Vorsprung hielt der VfL bis zur Pause, mit 14:11 ging es in die Kabinen.

Das Bötel-Team blieb auch nach der Halbzeit konzentriert. „Leverkusen hat Angie dann in kurze Deckung genommen, darauf haben wir mit der siebten Feldspielerin reagiert und unsere größeren Räume gut ausgenutzt“, berichtete Bötel. Die nun immer besser werdende Behrend brachte den VfL erstmals mit sechs Toren in Front (18:12, 35.). Als die 22-Jährige nach 48 Minuten auf 25:18 erhöhte, war die Partie entschieden.

Für die VfL-Frauen war es die letzte Auswärtspartie in dieser Spielzeit. An den drei noch anstehenden Spieltagen geht es jeweils in der kleinen EWE-Arena gegen Göppingen (6. Mai), Metzingen (13. Mai) und Neckarsulm (26. Mai) darum, einen guten Saisonabschluss hinzulegen – und sich für das Pokalturnier in Stuttgart in Form zu bringen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.