LEVERKUSEN /OLDENBURG Der Herausforderer war chancenlos, das Duell des Titelaspiranten gegen den deutschen Pokalsieger wurde zu einer klaren Angelegenheit für Bayer Leverkusen. Und die 22:33 (12:17)-Packung der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg im Rheinland zeigte auch gleich Wirkung.

So war die Spitzenpartie des neunten Spieltages in der Smidt-Arena in Leverkusen noch keine fünf Minuten beendet, da beorderte ein sichtlich enttäuschter und verärgerter VfL-Trainer Leszek Krowicki seine Spielerinnen zu einer Mannschaftssitzung in die Kabine. „Ich bin enttäuscht. Bei uns hat nichts funktioniert. Wir haben hier viel zu wenig gezeigt und nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, meinte Krowicki später in der Pressekonferenz.

Dabei waren die ersten Minuten aus Oldenburger Sicht noch ganz hoffnungsvoll verlaufen. Angie Geschke, am Ende mit acht Treffern beste VfL-Torschützin, hatte die Gäste nach einer Minute in Führung gebracht. Nach sieben stand es sogar 5:3 für Oldenburg. Doch nur wenig später hatten die Bayer-Frauen die Wende eingeleitet – aus der Zwei-Tore-Führung war ein 5:8-Rückstand (13.) geworden.

Krowicki nahm eine Auszeit, ein Gegenlenken der VfL-Frauen aber blieb aus. Dazu lief in allen Mannschaftsteilen inklusive der beiden Torfrauen Tatjana Surkova und Julia Renner einfach zu wenig zusammen. Besonders im Angriff boten die Oldenburgerinnen eine ganz schwache Vorstellung. So musste die Leverkusener Nationaltorfrau Clara Woltering oftmals nicht eingreifen, weil die Wurfversuche der Gäste erst gar nicht den Weg in Richtung Bayer-Tor fanden.

Und wer nach dem 12:17-Pausenrückstand ein Aufbäumen der VfLerinnen erwartet hatte, musste enttäuscht mit ansehen, wie Sabrina Neuendorf und Co. mehr und mehr in Rückstand gerieten. Zudem erhöhte sich beim VfL die Fehlerquote im Passspiel gegenüber der ersten Hälfte noch einmal, so dass die „Elfen“ nahezu ungestört einem Kantersieg entgegen liefen.

Noch rund acht Minuten lang konnte der VfL den Abstand konstant halten (20:15/ 38.), wenig später aber sorgte Leverkusens Anne Müller für die erste Zehn-Tore-Führung der Gastgeberinnen (25:15/ 46.). Im Gegenzug beendete Neuendorf eine torlose Oldenburger Phase – ohne aber der dann einseitigen Begegnung noch einmal eine Wende geben zu können.

Infos unter

www.NWZonline.de/vflhandball

Otto-Ulrich Bals Autor
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