Frankfurt Alfred Gislason hatte für diese Woche eigentlich große Pläne. Von Freitag bis Sonntag wollte der Bundestrainer der deutschen Handballer mit der DHB-Auswahl das Olympia-Ticket lösen und damit ein neues Kapitel in seiner langen Erfolgskarriere beginnen. Doch statt mit seinen Schützlingen in Berlin eine große Handball-Party zu feiern, ist der 60-jährige Isländer auf seinem Hof im 50-Seelen-Ort Wendgräben bei Magdeburg durch die Corona-Krise zur Tatenlosigkeit verurteilt. „Ich hatte mir das natürlich anders erträumt. Diese Zwangspause hat niemand vorhersehen können“, sagt Gislason.

Nach einer rund achtmonatigen Auszeit hatte der frühere Erfolgscoach des SC Magdeburg und des deutschen Rekordmeisters THW Kiel am 6. Februar voller Enthusiasmus und Elan die Nachfolge des beurlaubten Christian Prokop angetreten. „Nach drei, vier Monaten hatte ich von der Pause die Schnauze voll. Ich habe gemerkt, was für ein wichtiger Bestandteil meines Lebens der Handball ist und wie schön es ist, mit einer Mannschaft zu arbeiten“, sagte Gislason damals bei seiner Vorstellung.

Die Coronavirus-Pandemie hat aus seinem Traum-Job zumindest vorübergehend einen sportlichen Albtraum gemacht. Das am 13. März gegen die Niederlande geplante Länderspieldebüt fiel aus, Olympia wurde um ein Jahr auf den Sommer 2021 verlegt, und eine Rückkehr zur Normalität ist derzeit nicht absehbar. „Natürlich hoffe ich, dass wir im Sommer einen Lehrgang mit der Nationalmannschaft hinbekommen“, sagte Gislason: „Aber ob das klappt, weiß ich nicht. Keiner weiß doch, was auf uns zukommt.“

Das nächste Großereignis ist Stand jetzt die WM im Januar 2021 in Ägypten. Um bei der erstmals mit 32 Teams ausgetragenen Endrunde dabei zu sein, muss sich der WM-Vierte und EM-Fünfte Deutschland in zwei Playoff-Spielen gegen die Ukraine durchsetzen. Wann die ursprünglich für Anfang Juni geplanten Duelle steigen, ist derzeit offen.

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