Oldenburg Maike Schirmer zweifelt keine Sekunde. „Natürlich werde ich in die richtige Kabine gehen“, sagt die Rechtsaußen des Buxtehuder SV: „Ich habe mich hier schon gut eingelebt.“ Neben ihr steht Kreisläuferin Annika Meyer (22) und nickt zur Bestätigung. Beim letzten Nordderby reiste das Duo noch mit dem VfL Oldenburg in die „Hölle Nord“ genannte Halle am Schulzentrum Hansestraße. Zum Bundesliga-Auftakt treffen die beiden BSV-Handballerinnen an diesem Sonnabend (16 Uhr) in Buxtehude gleich im ersten Pflichtspiel auf ihren Ex-Club.

Die Konstellation sorgt für Spannung und Brisanz. „Wir freuen uns auf dieses Duell“, betont Meyer, die mit dem BSV eine ordentliche Vorbereitung spielte und dabei Ende August auch das Oldenburger Wunderhorn gewann. Doch das ist weitgehend abgehakt, wenn es ab jetzt um die Punkte geht. „So ein Derby ist immer auch eine Charakterfrage. Die Tagesform wird entscheiden“, blickt Schirmer voraus. Seit 2008 bestritt sie mit den VfL-Frauen etliche zumeist knappe Nordduelle gegen den BSV. Auf der Rechtsaußenposition soll die 26-Jährige gemeinsam mit Maxi Hayn den Weggang von Nationalspielerin Isabell Klein (Nantes) wettmachen.

„Maike ist ein absoluter Gewinn für uns“, lobt Trainer Dirk Leun. Auch von Annika Meyer, die im Vorjahr ihre stärkste Saison beim VfL spielte, ist er voll überzeugt: „Sie hat enormes Potenzial.“ Das weiß auch sein Oldenburger Kollege Leszek Krowicki, der aber eher die mannschaftliche Geschlossenheit des Gegners hervorhebt: „Buxtehude hat eine ausgeglichene Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielerinnen.“ Aber das gilt ebenfalls für das VfL-Team, das allerdings aufgrund von größeren und kleineren Verletzungssorgen eine holprige Vorbereitung spielte.

Erst seit Anfang der Woche konnte Krowicki, von der langzeitverletzten Julia Wenzl abgesehen, mit dem kompletten Kader trainieren - wenig Zeit zum Einstudieren taktischer Varianten. „Es ist noch nicht optimal, sieht aber alles besser aus als vor zwei Wochen“, berichtet der Pole, der von einem Einsatz der zuletzt angeschlagenen Angie Geschke (Adduktoren) und Caroline Müller (Arm) ausgeht. Und auch Olympionikin Kelly Dulfer ist nach ihrem Rio-Aufenthalt mit der niederländischen Auswahl laut Krowicki wieder in „guter Verfassung“.

Ganz sorgenfrei gehen aber auch die im Umbruch befindlichen Gastgeberinnen nicht in das Derby. So zogen sich Linksaußen Lena Zelmel und die niederländische Verpflichtung Yara Nijboer in der Vorbereitung Kreuzbandrisse zu und fallen lange aus. Welches Team mit den jeweiligen Handicaps besser zurechtkommt, wird sich im direkten Vergleich zeigen. Beide Clubs kennen sich jedenfalls bestens. Die Trainer wissen gut über den Gegner Bescheid. „Wir können uns allenfalls mit Kleinigkeiten überraschen“, bestätigt Krowicki und hält sich den Griff in die Trickkiste offen. Buxtehude könnte derweil vom Insider-Wissen des ehemaligen VfL-Duos profitieren, wie Annika Meyer bemerkt: „Ein paar Tipps werden wir unserem Trainer schon geben.“

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