Berlin Schon vor Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hatten prominente Sportler bei Unfällen schwere Kopfverletzungen erlitten und lagen im Koma.

Joachim Deckarm

Am 30. März 1979 prallt der Handball-Weltmeister von 1978 beim Europapokalspiel im ungarischen Tatabánya mit einem Gegenspieler unglücklich zusammen und knallt auf den Betonboden der Halle. Er erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und liegt danach 131 Tage im Koma. Seitdem ist er pflegebedürftig. Dank seiner positiven Einstellung gilt Deckarm als Vorbild.

Hans Grugger

Der österreichische Skirennfahrer stürzt im Januar 2011 beim Abfahrtstraining auf der Streif in Kitzbühel. Wegen seiner schweren Kopfverletzungen muss er stundenlang notoperiert werden. Zudem liegt er knapp zwei Wochen im künstlichen Tiefschlaf. Rund zwei Monate nach dem Unfall wird er aus dem Krankenhaus entlassen. Lange arbeitet er an einem Comeback, mehr als ein Jahr nach dem Sturz beendet er die Karriere.

Sarah Burke

Die kanadische Ski-Freestylerin stirbt 2012 neun Tage nach ihrem schweren Sportunfall im Alter von 29 Jahren aufgrund eines Herzstillstands. Die Halfpipe-Weltmeisterin von 2005 war beim Training auf den Kopf gestürzt und lag danach im Koma.

Kevin Pearce

In der Vorbereitung auf die Winterspiele in Vancouver 2010 stürzt der amerikanische Spitzen-Snowboarder bei einem doppelten Salto mit dreifacher Schraube auf den Kopf. Nach dem Schädel-Hirn-Trauma liegt er im Koma, muss danach vieles neu erlernen. 712 Tage nach dem Unfall fährt Pearce mit Freunden, Sponsoren und Fans wieder Board. Später hält er Vorträge über Schädel-Hirn-Traumata und setzt sich sozial ein. Zurück in den Spitzensport kehrte er nie.

Daniel Albrecht

Im Januar 2009 stürzt der Schweizer Skirennfahrer beim Zielsprung in Kitzbühel schwer. Er erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Lungenquetschung. Er liegt drei Wochen im künstlichen Tiefschlaf. Ende April wird Albrecht aus dem Krankenhaus entlassen, bereits eine Woche später steht er wieder auf Skiern. Viereinhalb Jahre nach dem Sturz gibt Albrecht, der im Weltcup nie wieder zu alter Stärke zurückfand, sein Karriereende bekannt.

Scott Macartney

An seinem 30. Geburtstag stürzt der amerikanische Skirennfahrer im Januar 2007 in Kitzbühel. Er zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu und wird für einen Tag ins künstliche Koma versetzt. Wenige Tage später darf er das Krankenhaus wieder verlassen. Im Dezember 2008 gibt er in der Abfahrt in Lake Louise sein Comeback. Er beendete mittlerweile seine Karriere.

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