Trauer
Handball verliert einen ganz Großen

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Gewann viele Titel: Peter KretzschmarBild: Woitas
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Berlin Handball-Deutschland trauert um Peter Kretzschmar. Der frühere Weltmeister, der den Titel sowohl als Spieler als auch als Trainer gewann, ist am Sonntagabend nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Montag mit. Kretzschmar lebte zuletzt in Schöneiche bei Berlin.

„Peter Kretzschmar war einer der ganz Großen des Handballsports – sowohl als Aktiver als auch als Trainer. Er hat den Frauenhandball der siebziger und achtziger Jahre geprägt und zahlreiche Spielerinnen in die Weltklasse geführt. Unser Mitgefühl gilt der Familie“, sagt DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Es sind auch schwere Zeiten für Handball-Idol Stefan Kretzschmar, der seinen Vater immer vergöttert hatte. Erst am 7. Februar dieses Jahres hatte der ehemalige Weltklassespieler auch seine Mutter Waltraud im Alter von 70 Jahren verloren. Waltraud Kretzschmar war am Gewinn von drei WM-Titeln der DDR beteiligt, in den 1970er Jahren war sie die erfolgreichste Handballerin der Welt.

In Peter Kretzschmars Erfolgsliste als Spieler, der in seiner Geburtsstadt für den SC Lok Leipzig aktiv war, steht auch der Gewinn des WM-Titels im Feldhandball. Im Finale 1963 besiegte die DDR das BRD-Team. Bei der Hallen-WM 1958 stand Kretzschmar in der gesamtdeutschen Mannschaft, die Dritte wurde.

Als Trainer führte er das Frauen-Team des SC Leipzig zu zehn DDR-Meistertiteln. Mit der Nationalmannschaft gewann er zwei WM-Titel (1975, 1978) und zwei Olympia-Medaillen: Silber 1976 in Montreal und Bronze 1980 in Moskau. Peter war lange Zeit Trainer von Waltraud in der DDR-Auswahl. Allerdings bekamen die beiden 1970 Probleme wegen ihrer Beziehung.

Den WM-Titel 1971 in den Niederlanden durfte Peter Kretzschmar nicht als Trainer begleiten. „Wir waren noch nicht verheiratet“, erzählte Waltraud Kretzschmar einmal. 1971 gab sich das Paar das Ja-Wort, zwei Jahre später kam Sohn Stefan, 1978 Tochter Katharina zur Welt.

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