Hoheging /Ahlhorn Eine sehr gute Brunft, eine außergewöhnlich starke Eichelmast und mehrere Wolfsbestätigungen: Diese Aspekte hat der Vorsitzende des Damwildrings Baumweg und Umgebung, Stefan Grußdorf, bei seinem Rückblick aufs vergangene Jahr hervorgehoben. Während der Mitgliederversammlung am Montagabend in Hoheging wurde nicht nur der 50-jährige Grußdorf für vier weitere Jahre im Amt bestätigt, sondern auch der übrige Vorstand mit Stellvertreter Harald Nienaber, Schriftführer Reiner Seeger sowie den Beisitzern Dieter Oltmann, Bernd Bröring, Friedrich Hollmann und Herbert Pitann.

Damwildring Baumweg und Umgebung

Das Gebiet des Damwildrings Baumweg und Umgebung umfasst Sage, Großenkneten, Ahlhorn, Holzhausen, Emstek, Höltinghausen, Baumweg, Staatsforsten, Garrel und Bissel.

Mitglieder im Damwildring sind die Hegeringe Emstek, Garrel, Cloppenburg, Ahlhorn, das Forstamt Ahlhorn und die Damwildhegegemeinschaft Ahlhorner Heide mit diversen Jagdrevieren.

Sechs Reviere wurden neu in den Damwildring aufgenommen: Die Jagdreviere befinden sich in Döhlen, Sage-Haast, Sage, Sager Heide und Regente.

Nicht erneut als Beisitzer kandidiert hatten Albert Stahl aus Ahlhorn und Heinz Otten aus Garrel. Stahl war 28 Jahre in verschiedenen Funktionen der Jägerschaft tätig, davon 16 Jahre im Vorstand das Damwildrings. In der Jungjägerausbildung bleibt er weiter aktiv. Otten war von 2002 bis 2013 Hegeringleiter und danach noch weiterhin Beisitzer im Damwildring. Für sie rückten nun Dr. Markus Naber aus Bethen und Martin Schmies aus Ahlhorn nach.

Zur Strecke gebracht wurden in der zurückliegenden Jagdsaison (1. September bis 31. Januar) 145 Tiere – 81 weiblich und 64 männlich (13 Stück Fallwild). Grußdorf bezeichnete dieses Verhältnis als gut. Im Jahr 2005 seien auf ein männliches Tier noch fünf weibliche Tiere gekommen.

Zum Abschuss freigegeben waren 192 Tiere. Damit lag die Quote bei 76 Prozent. „Im Zentrum der Abschussgebiete – Baumweg und Sage – haben wir mit 90 Prozent einen sehr guten Wert erreicht“, so Grußdorf. An den Rändern gebe es nicht so viel Damwild. Dort liege die Freigabe meistens über dem, was möglich ist.

Die etwa 80 Jäger der Mitgliederversammlung stimmten für die Saison 2019/2020 der Freigabe von 198 Tieren (140 weiblich, 58 männlich) zu. Förster Stefan Grußdorf geht davon aus, dass im Gebiet des Rings bis zu 400 Stück Damwild leben.

In seinem Vortrag über den waldbaulichen Strukturwandel in den vergangenen 150 Jahren machte der stellvertretende Leiter des Forstamtes Ahlhorn deutlich, dass die Landesforsten durch die Stürme Ende 2017/Anfang 2018 unter Druck geraten seien. Das Forstamt Ahlhorn sei hinsichtlich der Schäden zwar noch glimpflich davon, doch der Preis für Holz sei eingebrochen. Die Dürre des vergangenen Sommers habe zusätzlich für Probleme gesorgt. Einige Neuanpflanzungen hätten sich als Totalschaden entpuppt. „Die Landesforsten leben vom Holzverkauf. Wir hatten zehn gute Jahre, jetzt kommen drei schlechte“, so Grußdorf.

Auf der anderen Seite gebe es klare Ziele für Neuanpflanzungen und damit mehr Laubwald. Um die jungen Buchen durchzubringen, muss nach Darstellung des Försters der Wildverbiss stärker verteilt werden. Deshalb würden mehr Schonungen angelegt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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