Großenkneten Seit 2007 ist die monatliche Aufwandsentschädigung von 400 Euro für den Nebenberuf der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Großenkneten nicht verändert worden. Das hatte der Fraktionschef der Kommunalen Alternative (KA), Carsten Grallert, ändern wollen. In seinem Antrag im Oktober sprach er vom „Minijob-Arbeitsverhältnis“ und „Armutszeugnis“ und übte scharfe Kritik an der bisherigen Praxis bei der Anstellung der Gleichstellungsbeauftragten. Dass allerdings die hauptamtliche Stelle ab 2021 eingeführt werden soll, passte ihm nicht, da es der bisherigen Arbeitskonstruktion von Antje Oltmanns widerspricht. Ihm sei es um die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit gegangen, so Grallert, keinesfalls aber um eine Ablösung von Oltmanns.

Imke Haake (FDP) machte sich dagegen für die hauptamtliche Lösung stark. Sie sei „überfällig“. Das würde der Arbeit noch mehr Wertschätzung geben.

Hartmut Giese (SPD) kritisierte Grallert scharf. „Da stellt man einen Antrag und weiß nicht, was man will.“ Es sei nicht möglich, Oltmanns als Gleichstellungsbeauftragte sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. „Was für ein Kuddelmuddel“, schimpfte Giese über das Verhalten von Grallert. Als „alter Gewerkschafter“ sprach er von einem „feinen Antrag“ mit der hauptamtlichen Lösung. Der KA riet er, es langsamer bei den Anträgen angehen zu lassen.

Grallert wies die Schelte von Giese zurück. „Was du losgelassen hast, ist ein starkes Stück. Das wird der Sache nicht im Ansatz gerecht.“

Bürgermeister Schmidtke betonte, dass das Thema seit geraumer Zeit anstehe. „Es geht nicht um ein Fehl an Wertschätzung für Antje Oltmanns. Mir wäre es auch lieber, wir könnten sie klonen.“ Doch auch als Amtsleiterin werde es immer mehr Arbeit.

Anke Koch, zu diesem Zeitpunkt noch in der KA-Fraktion, lobte, dass jeder das Gleichstellungsamt mit Antje Oltmanns in Verbindung bringe. Nun solle es mit mehr Stunden aufgewertet und aufgestockt werden. Kurz vor Weihnachten zog sich Koch aus der KA-Fraktion zurück und macht als unabhängige Ratsfrau weiter.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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