Ahlhorn Es riecht noch ein wenig nach frischer Farbe, alles ist renoviert und wieder eingerichtet. In Ahlhorn an der Wildeshauser Straße gibt es ab 1. November eine neue Anlaufstelle der Sozialstation Emstek/Cappeln. Jeden Mittwoch wird sie von 14 bis 17 Uhr geöffnet haben für kostenlose Beratungen – und auch für stundenweise Betreuung Pflegebedürftiger nach vorheriger Anmeldung. Diese ist kostenpflichtig.

Lena Bockhorst ist die Pflegedienstleiterin und wird zu den Öffnungszeiten vor Ort sein. „Es geht primär darum, Angehörige zu entlasten. In diesen Räumlichkeiten werden wir immer mit einem Kaffeetrinken starten und dann verschiedene Programmpunkte anbieten: singen, basteln, gemeinsame Gespräche und vieles mehr“, berichtet Bockhorst.

Etwa sechs bis acht Personen können pro Termin kommen, um eine gute Betreuung zu ermöglichen. Ein Hol- und Bringeservice könne jedoch nicht angeboten werden, so Bockhorst.

Die Kosten werden pro Stunde abgerechnet und jeweils individuell abgesprochen. Auch Hausbesuche sind nach Terminvereinbarung möglich. Michael Heyer, Pfarrer und Kuratoriumsvorsitzender des Sankt-Antonius-Stifts in Emstek, dem Träger der Sozialstation, betont: „Die Idee ist, dass ambulante Betreuung der stationären vorzuziehen ist. So werden Angehörige entlastet und die Pflegebedürftigen bleiben in ihrer gewohnten Umgebung.“

Warum Ahlhorn als neue Anlaufstelle ausgesucht wurde, erklärt Lena Bockhorst: „In Emstek wurde ein ähnliches Betreuungsangebot sehr gut angenommen. Hier gibt es etwas Vergleichbares noch nicht, weil wir eine Zusatzleistung anbieten.“ Sie meint damit die spezialisierte, ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV), die allerdings durchaus auch stationär in Anspruch genommen werden kann. „Damit hat dieser Standort eine Versorgungslücke gefüllt und quasi eine Monopolstellung. Auch schwerst pflegebedürftige Menschen können in Zukunft kompetent versorgt werden“, sagt Heyer. Dafür stehe dann jeweils eine speziell ausgebildete Pflegekraft zur Verfügung, ergänzt Bockhorst.

Dass die Anlaufstelle vorerst nur an einem Tag pro Woche geöffnet hat, ist ein Versuch. Sobald merkbar sei, dass der Bedarf ansteige, könne perspektivisch die Öffnungszeit erweitert werden. Dazu Bockhorst: „Wir müssen einfach mal abwarten und schauen, wie die Nachfrage ist. Wir hoffen, wir können hier vielen Menschen das Leben erleichtern.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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