Nassau Das Comeback des Jahres wird für Tiger Woods und die gesamte Golf-Welt zu einem Déjà-vu. Die Rückkehr nach einer langen Leidenszeit, der luxuriöse Albany Golf Club auf den Bahamas und elektrisierte US-Golfmedien, die die erhoffte Renaissance des Superstars zum Hype hochpushen. Ab diesem Donnerstag schlägt Woods bei der „Hero World Challenge“ im Urlaubsparadies in der Karibik ab, und die Erwartungen an den 41-jährigen Kalifornier sind wieder immens hoch.

Vor genau zwölf Monaten spielte sich auf den Bahamas dieses Szenario schon einmal ab. Woods kehrte nach Rücken-OP und 15-monatiger Pause auf den Golfplatz zurück. Die Medien und Fans waren verzückt, dass der Heilsbringer endlich wieder zum Schläger griff. Alles schien ein glückliches Ende zu nehmen. Doch das Comeback des 14-maligen Major-Champions endete im Fiasko.

Im Februar musste Woods bei der „Dubai Desert Classic“ nach der Auftaktrunde aufgrund von starken Rückenschmerzen aufgeben. Es folgte im April der vierte Eingriff am lädierten Rücken. Einen Monat später war die ehemalige Nummer eins der Welt am Tiefpunkt angelangt: Verhaftung wegen Drogenmissbrauchs am Steuer. Woods begab sich daraufhin in stationäre Behandlung.

Jetzt soll alles anders, besser werden. Woods gab sich auf der Pressekonferenz vor dem Turnier auf den Bahamas geläutert. „Ich bin auf der anderen Seite wieder herausgekommen und fühle mich fantastisch“, sagte die derzeitige Nummer 1199 der Welt: „Ich liebe das Leben“. Die Schmerzen seien endgültig weg.

Seine Konkurrenten staunen schon wieder über die körperliche Fitness des Mannes, der 683 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand. „Die Leute werden schockiert sein, wie gut sein Spiel schon wieder ist“, sagte Justin Thomas. Der PGA-Champion und FedEx-Cup-Sieger wird bei dem Einladungsturnier im Albany Golf Club zusammen mit Woods auf die Runde gehen. Das Event wird von Woods selbst veranstaltet, die Erlöse kommen seiner Wohltätigkeitsstiftung zugute.

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