Southampton (dpa) - Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer nahm sein vorzeitiges Aus bei den 118. US Open auf Long Island mit Humor.

Auf der letzten Spielbahn versenkte der 33-Jährige den Ball aus fast 14 Metern im Loch zu seinem ersten und einzigen Birdie während des Turniers, reckte die Arme samt Putter in den Himmel und ließ sich von den Zuschauern bejubeln. Ansonsten hatte der US-Open-Champion von 2014 im Shinnecock Hills Golf Club nichts zu feiern. Kaymer ließ am Freitag in der Nähe von New York beim zweiten Major-Turnier des Jahres nach der desaströsen 83er-Auftaktrunde auf dem schweren Par-70-Kurs eine 75er-Runde folgen. Mit einem Gesamtergebnis von 158 Schlägen verpasste die ehemalige Nummer eins der Welt den Cut um zehn Schläge.

Besonders am ersten Tag kam der zweimalige Major-Sieger aus Mettmann mit dem stürmischen Wind, der über die pfeilschnellen Grüns des Traditionsclubs auf Long Island pfiff, überhaupt nicht zurecht und beendete die erste Runde mit 13 Schlägen über dem Platzstandard. Einen Tag später konnte Kaymer die besseren äußeren Bedingungen bei dem mit zwölf Millionen Dollar dotierten Turnier nicht nutzen, um sich entscheidend zu verbessern.

Kaymers kleiner Trost: Er ist einer von etlichen prominenten Top-Golfern, die sich vorzeitig von den US Open verabschieden mussten. Allen voran Tiger Woods. Der Superstar und Publikumsliebling aus den USA musste nach zwei Tagen die Heimreise mit seiner vor Long Island ankernden Yacht "Privacy" antreten. Woods hatte zur Halbzeit mit insgesamt 150 Schlägen zwei Schläge zu viel auf seiner Scorekarte.

Trotz des frühen Ausscheidens hat der 42-jährige Kalifornier seinen Glauben an einen weiteren großen Erfolg nicht aufgegeben. "Absolut", antwortete Woods auf die Frage, ob er zu seinen bisherigen 14 Major-Siegen noch einen weiteren hinzufügen könne. "Hast du gesehen, wie ich geschwungen habe?", fragte er zurück. Woods erklärte, dass er den Ball mit seinen Eisen gut getroffen habe, aber zu große Probleme mit dem Putten auf den schweren Grüns gehabt habe.

Nordirlands Golfstar Rory McIlroy (150) zählte bei der offenen amerikanischen Meisterschaft ebenso zu den großen Verlierern wie die vor Turnierbeginn hoch gehandelten Spanier Jon Rahm (155) und Masters-Champion von 2017, Sergio Garcia (154), sowie der amtierende British-Open-Sieger Jordan Spieth (149) aus den USA.

Nur der Weltranglistenerste Dustin Johnson machte fast keine Fehler. Der 33-Jährige aus den USA setzte seine beeindruckende Vorstellung auf Long Island auch am zweiten Tag fort. Der US-Open-Champion von 2016 spielte eine 67er-Runde und führt nun mit insgesamt 136 Schlägen vor seinen Landsleuten Scott Piercy und Charley Hoffman (beide 140). "Ich muss die nächsten zwei Tage so weiter machen, wenn ich die Chance haben will, am Sonntagnachmittag zu gewinnen", sagte Johnson.

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dpa | US Open

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