Sanderbusch Zehn Jahre „Nordseedialyse Jadebusen“ am Standort Sanderbusch in unmittelbarer Nähe zum Nordwest-Krankenhaus (NWK). Darauf können Dr. Sabine Biernat und Manfred Küster, Fachärzte für Nierenheilkunde, inzwischen zurückblicken – zehn Jahre intensiver Zusammenarbeit und entspannter Kooperation zwischen Praxis und Krankenhaus. „Eine klare Win-win-Situation“, sagt Prof. Dr. Werner-J. Mayet. Die Dialyse sei einerseits verzahnt mit vielen medizinischen Disziplinen und andererseits sei die Anbindung an das NWK eine Stärke dieser Praxis. „Wir sind bis heute sehr froh, dass wir diesen Schritt vor zehn Jahren gegangen sind.“

pro Jahr Etwa 9000 Dialysen in Sande

Die Dialyse, auch Blutwäsche genannt, wird dann nötig, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist. Mittels der Dialyse wird der Körper entgiftet. Dafür wird das Blut durch einen Filter außerhalb des Körpers geleitet und so gereinigt.

Etwa 9000 Dialysen werden pro Jahr alleine in Sande durchgeführt. Nur eine Transplantation kann die Dialysepflicht beenden. Die Wartezeit auf ein Spenderorgan hat sich verlängert: heute sind acht bis zehn Jahre die Regel.

Die Dialyse am Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch (NWK) hat eine lange Tradition. Ihr Ursprung reicht bis in die 60er Jahre zurück. Damit ist sie eine der ältesten Dialyseabteilungen im nordwestdeutschen Raum.

Im Lauf der Jahrzehnte stieg allerdings bundesweit der Druck seitens der Politik und der Krankenkassen: die Dialyseabteilungen sollten ambulant werden. Das war die Geburtsstunde der Praxis. „Denn wir wollten die Dialyse erhalten“, sagt NWK-Geschäftsführer Frank Germeroth. Die Dialyseabteilung ist unter anderem wichtig für die große interdisziplinäre Intensivstation. Einige Patienten dort sind dialysepflichtig, auch bei akutem Nierenversagen wird die Dialyse gebraucht.

Und so wurden erste Gespräche mit den Fachärzten geführt. „Und genauso entspannt, wie die damals verliefen, verläuft seitdem auch die Zusammenarbeit“, lobt Germeroth.

Inzwischen betreuen Dr. Sabine Biernat und Manfred Küster mit Dr. Stephan Hüls und Dr. Stefan Zimmer sowie 20 Mitarbeitern zwischen 300 und 400 Patienten pro Quartal in Sande. Die „Nordseedialyse Jadebusen“ hat weitere Standorte in Varel und Esenshamm.

Behandelt werden Patienten mit Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Neben der Nierenersatztherapie und der Notfalldialysebehandlung führt die Praxis in enger Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik des NWK auch Plasma-Reinigungen durch: Dieses Verfahren hilft Patienten mit neurologischen Autoimmunerkrankungen wie etwa Multipler Sklerose.

Zusammenarbeit gibt es auch mit der Gefäßchirurgie und der Abdominal-Chirurgie. Die Praxis bietet auch die Bauchfelldialyse an, die zu hause durchgeführt werden kann. Außerdem werden Transplantierte betreut, es gibt eine Urlaubsdialyse und Menschen mit Infektionskrankheiten können zur Dialyse nach Sande fahren. „Wir danken den Kollegen im NWK für die reibungslose Zusammenarbeit“, betont Küster.

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Rahel Wolf Redakteurin / Redaktion Jever
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