Patient stabilisieren

Bild: Privat
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Dr. Burkhard Otremba (Bild) ist 1. Vorsitzender des Tumorzentrums Weser-Ems. in Oldenburg.
Frage: Wird mit der Etablierung der Palliativpsychologie eine Lücke geschlossen?
Otremba: Ja. In der Stadt Oldenburg und den umliegenden Landkreisen besteht bereits eine gute palliativmedizinische Versorgung. Die hier installierte, sogenannte spezielle ambulante Palliativ-Versorgung umfasst ein gut kooperierendes Netzwerk, zu dem Pflegedienste, Hausärzte, spezialisierte Palliativmediziner und Seelsorger gehören. Eine psychologische Versorgung hat hier bis zur Einrichtung des neuen Angebots der Krebsberatungsstelle im Gesundheitsamt gefehlt. Diese Lücke ist nun geschlossen worden.
Frage: Was bringt das Angebot den Betroffenen?
Otremba: Probleme wie Angst und Verzweiflung können von anderen in der Palliativ-Versorgung engagierten Professionen nicht so effektiv aufgegriffen werden wie durch einen mit dem Thema vertrauten Psychologen. Ein entsprechendes Angebot kann die Pflege und die Ärzte stark entlasten und sich zudem positiv auf die medizinische Behandlung auswirken. Wenn es gelingt, einen zuvor seelisch stark angeschlagenen Patienten psychisch zu stabilisieren, fühlt sich der Betroffene entlastet und oft auch körperlich besser.
Frage: Gelingt dies ohne Schönreden der Situation?
Otremba: Ja, das muss es auch. Einem unheilbar kranken Patienten bringt es überhaupt nichts, wenn man ihm falsche Hoffnungen macht. Niemand erwartet, dass sich durch die palliativ-psychologische Intervention die Lebenszeit verlängern lässt. Ein Psychologe kann aber helfen, besser mit der schwierigen Situation zurechtzukommen.
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