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Oldenburg Für die junge Mutter Anna Kruse ist dieser Tag etwas ganz Besonderes: Vier Wochen war Sohn Thade auf der Frühgeborenen-Intensivstation, wo sie den kleinen Jungen zusammen mit den Schwestern versorgt hat. Jetzt ist er so stabil, dass er auf die Frühchennachsorgestation verlegt werden kann und nur mit Muttermilch ernährt wird. Dies ist möglich, weil die Mutter von Geburt an durch das Hebammenteam sowie die Still- und Laktationsberaterinnen unterstützt wird.

Unter Beteiligung aller relevanten Fachgebiete stellt das Klinikum Oldenburg als einzige Einrichtung in der Region die bestmögliche Versorgung reif- und frühgeborener Kinder sowie von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen sicher. Die Frauenklinik ist von der Weltgesundheitsorganisation WHO als besonders babyfreundliches Klinikum zertifiziert worden, berichtet Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor des Universitätsklinikums für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Oldenburg.

Dazu gehört neben einer optimalen medizinischen Betreuung, dass Mutter und Kind die Zeit im Krankenhaus in einem geschütztem Umfeld weitgehend gemeinsam verbringen können. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Hebammenteam des Klinikums. Die Hebammen stehen der Mutter ab dem ersten Tag ihres stationären Aufenthalts zur Seite und helfen ihr, das Baby gesund und wohlbehalten zur Welt zu bringen.

Fehlgeburt drohte

Bei Anna Kruse war Denise Tilger, Leitende Hebamme der Universitätsfrauenklinik am Klinikum Oldenburg, von Beginn an dabei. Die 22-Jährige aus dem ostfriesischen Osteel war Anfang Oktober mit einer geplatzten Fruchtblase und starken Blutungen eingeliefert worden. Es drohte eine Fehlgeburt. Die junge Frau musste nach einer erfolgreichen Akut-Behandlung im Klinikum bleiben, wo mit medizinischen Maßnahmen und Unterstützung der Hebammen alles dafür getan wurde, die zu frühe Geburt so weit wie möglich hinauszuschieben. Die Hebammen haben ihr dabei stets Mut gemacht und mit praktischen Tipps geholfen, erinnert sich die junge Mutter: „Wir haben gemeinsam um jeden Schwangerschaftstag gekämpft. Ich habe mich dabei immer sicher und gut aufgehoben gefühlt.“

Am 19. November war es dann gegen Ende der 29. Schwangerschaftswoche soweit: Der Muttermund hatte sich bei Anna Kruse geöffnet, und es setzten starke Geburtswehen ein. Um das Risiko für das Kind so gering wie möglich zu halten, wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. Da die junge Frau bei dem Eingriff durch eine gezielte Regionalanästhesie nur vom Bauchnabel abwärts betäubt war, hat sie die Geburt des kleinen Thade schmerzfrei komplett mitbekommen. „Als ich ihn erstmals sehen und anfassen konnte, war ich total glücklich und erleichtert.“

Warm und geschützt

Der rund zehn Wochen zu früh geborene Thade war zwar gesund, aber noch zu schwach und unzureichend entwickelt, um ohne medizinische Hilfe überleben zu können. Auf der Frühgeborenenintensivstation wurde er in einem speziell für Frühchen entwickelten Inkubator warm und vor Krankheitserregern geschützt gehalten. Seine Lebensfunktionen wurden rund um die Uhr überwacht. „Mit dem Wechsel auf die Frühchenstation hat Thade die größten Risiken überstanden“, erklärt Denise Tilger.

Derzeit sieht es so aus, dass Anna Kruse und Thade gegen Anfang Februar entlassen werden können. „Das ist eine lange Zeit im Krankenhaus. Ohne die tolle Betreuung und Unterstützung des Teams wäre das richtig schwer.“

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