Oldenburg Dank einer ausgefeilten und bewährten Diagnostik kann ein Autismus-Verdacht meistens innerhalb einer ein- bis zweitägigen Untersuchung aufgeklärt werden. Bei Kindern sind dafür neben einem ausführlichen Gespräch des Arztes oder Psychologen mit den Eltern vor allem verschiedene psychologische Tests und ein Interview mit dem Kind nötig.

Wertvolle Hinweise können auch Berichte über das Verhalten in der Kindergartenzeit sowie die Beurteilung der sozialen Fähigkeiten im Schulzeugnis liefern. Erwachsene sollten bei der Diagnostik möglichst selbst schildern, in welchen Situationen sie – etwa am Arbeitsplatz – Probleme mit den Kollegen oder Vorgesetzten bekommen, betont Dr. Christian Figge: „Viele Betroffene berichten zum Beispiel, dass sie nur schlecht mit neuen Regeln und anderen Veränderungen zurechtkommen.“

Bei der Behandlung profitieren viele Asperger-Betroffene schon davon, dass sie sich mittels der Diagnose endlich erklären können, dass und warum sie anders sind. Auf dieser Grundlage können sie Belastungssituationen erkennen und mit der Entwicklung geeigneter Verhaltensmuster lernen, besser darauf zu reagieren. Das Gleiche gilt für das Einbringen von Stärken, die ebenfalls mit dem Asperger-Syndrom verbunden sein können, erklärt Dr. Figge, der pro Jahr rund 400 Asperger-Diagnosen durchführt. Betroffene sind oft besonders diszipliniert, verlässlich und regelbewusst, was sowohl im beruflichen wie im privaten Leben sehr wertvoll sein kann.

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