Pflegebedürftigkeit
Angst vor Verlust der Selbstbestimmung

Bild: Merle Ullrich
Die Pflegeberaterin Marion Zimmermann berät Menschen, die mit einer Pflegesituation zurechtkommen müssen.Bild: Merle Ullrich
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Brake Bei vielen Menschen ist wegen altersbedingter Beschwerden oder einer fortschreitenden chronischen Erkrankung absehbar, dass sie früher oder später pflegebedürftig sein werden. Die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen können sich dann auf die Veränderungen einstellen, die eine ambulante oder stationäre Pflege mit sich bringen. Was objektiv und von außen betrachtet gut planbar erscheint, ist für die Beteiligten oftmals ein stark belastender und mit zahlreichen Schwierigkeiten verbundener Prozess.

„Viele schwer kranke oder alte Menschen tun sich schwer damit, wenn sie ihr Leben nicht mehr selbstständig organisieren können und auf fremde Hilfe angewiesen sind“, berichtet Marion Zimmermann. Die emotionalen Auswirkungen einer Pflegebedürftigkeit sollten nicht unterschätzt werden. So geht der Verlust der Selbstständigkeit oft einher mit der Angst vor dem Verlust der Selbstbestimmung. Dazu kommt, dass viele Menschen für sich selbst bestimmt haben, dass sie nicht in ein Pflegeheim möchten. Eine klare Regelung mit den Angehörigen, wo und durch wen die Pflege geleistet werdens soll, fehlt dann aber häufig.

Problematisch wird die Situation oft auch von den engen Angehörigen empfunden. Für sie bedeutet die Pflegebedürftigkeit der Mutter, des Vaters oder der Großeltern nicht nur, dass sie mit der Erkrankung eines nahestehenden Menschen zurechtkommen müssen. Mitunter müssen sie dann auch ihr gesamtes Alltagsleben neu organisieren.

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