Wiefelstede „Allein das Gefühl, jederzeit mit Jona losfahren zu können, wenn es erforderlich ist – das kann ich gar nicht beschreiben“, sagt Tanja Hinrichs. Die Wiefelstederin hat endlich ein Fahrzeug mit rollstuhlgerechtem Umbau bekommen, in dem sie ihren autistischen, oft heftig krampfenden Sohn Jona, der rund um die Uhr Betreuung benötigt, jederzeit auch selbst hin- und herfahren kann. Spenden und Gelder von Firmen und Stiftungen haben die Anschaffung des Fahrzeugs ermöglicht. Exakt 27 328,56 Euro hat es gekostet. „Jetzt bin ich bei Wind und Wetter flexibel“, freut sich die Mutter des 15-Jährigen und ist entsprechend dankbar für all die Hilfe.

Seit Ende April kann Tanja Hinrichs ihren Sohn samt Rollstuhl über eine Rampe in den Transporter rollen, den Stuhl dort fixieren und losfahren – eine echte Erleichterung für die Mutter, denn vorher wurde Jona irgendwann einfach zu schwer: Tanja Hinrichs konnte ihn kaum noch in ihren Kleinwagen heben, geschweige denn den Rollstuhl ohne Hilfe ins Auto bugsieren. Zudem hatte Jona oft solche Schmerzen, dass die Wiefelstederin ihn gar nicht ins Auto bekam (die NWZ  berichtete).

Jona besucht auch die Astrid-Lindgren-Schule in Edewecht – fünfmal die Woche, wenn alles gut läuft. Oft aber läuft es nicht gut. Und wenn Jona von einem Dienst auch nach Edewecht gefahren und von einer Betreuerin stets begleitet wird; wenn er nicht mehr kann, dann muss Tanja Hinrichs ihn dort abholen. „Mit dem neuen Fahrzeug werden auch alle diese Extra-Fahrten leichter“, sagt die Mutter.

Etwa 8000 Euro kamen für das neue Fahrzeug aus privaten Spenden zusammen, freut sich Tanja Hinrichs. Allein 2640 Euro erbrachte ein „Midnight-Meeting für Jona“ in Oldenburg, das Daniela und Thomas Bisgwa aus Hude organisiert hatten. Beide hatten – wie berichtet – in der NWZ  von der Suche der Wiefelstederin nach einem entsprechenden Fahrzeug gelesen und erklärt: „Wir wollen der Familie schnell und tatkräftig helfen.“ Bei dem Autotreffen kamen rund 170 Fahrzeuge zusammen. Die Teilnehmer zahlten fünf Euro, manche spendeten auch mehr: So kamen letztlich 2640 Euro für das Fahrzeug zusammen.

Vier Krankenschwestern eines Pflegedienstes aus Edewecht kümmern sich im Wechsel ständig um Jona – im Idealfall montags bis freitags jeweils acht Stunden. Sie begleiten ihn dann eben auch zur Schule, sind ständig an seiner Seite. Auch dort sitzt Jona ständig in seinem Rollstuhl.

Jona mag das neue Fahrzeug sehr, sagt seine Mutter. Sie zeigt ein Foto ihres Sohnes auf ihrem Smartphone. „Da hat er zum ersten Mal im neuen Fahrzeug gesessen“, erzählt sie. Auf dem Foto sitzt der 15-Jährige hinten im neuen Fahrzeug in seinem Rollstuhl – und strahlt.

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