Nachdem Zucchini, Hokkaido und Squash seit einiger Zeit die Gärten erobert haben, erreicht auch der Spaghettikürbis eine immer größere Beliebtheit.

Für alle Liebhaber von Teigwaren stellt diese Frucht eine angenehme Überraschung dar; gekocht bietet sie ein schmackhaftes nudelartiges Fruchtfleisch, das bisher noch jeden überzeugt hat, der davon probierte.

Da alle Mitglieder der Kürbisfamilie frostempfindlich sind, legt man die Samen, bewährt hat sich die Sorte „Bologneser“, jetzt zu zweit in kleine Töpfchen und kultiviert die Pflanzen bis nach den Eisheiligen auf der warmen Fensterbank. Jede Pflanze mit ihren stattlichen, rankenden Exemplaren bildet etliche Kürbisse heran; deshalb reichen drei Pflanzen vollkommen aus, um eine Familie mit den begehrten Früchten zu versorgen.

Wie alle Kürbisvertreter sind auch die Spaghettikürbisse Starkzehrer und bekommen im Garten einen Platz auf nahrhaftem Grund an einem vollsonnigen Standort. Ein Platz am Fuß des Komposthaufens, der später dann vollständig berankt wird, ist nur sinnvoll, wenn der Haufen nicht beschattet ist. Wegen der Neigung, kräftige Ranken auszubilden, kann man diesen Kürbis auch gut an Zäune pflanzen. Jede Pflanze braucht viel Platz, um sich richtig ausbreiten zu können.

Die angewachsenen Pflanzen werden mit Kompost und Grasschnitt gemulcht und ab der Blütenbildung alle vierzehn Tage mit verdünnter Pflanzenjauche gedüngt. Aus den zuerst kirschgroßen Fruchtansätzen bilden sich dann ab August die typischen Spaghettikürbisse, die von ihrer Form und Größe Rugbybällen ähneln.

Bis zum Spätherbst können die reifen Exemplare ständig geerntet werden und bieten sich für unterschiedliche Gerichte an.

Für vier Personen kocht man sprudelnd eine ganze Frucht ungeschält in reichlich Salzwasser, je nach Größe 40 - 50 Minuten. In der Zwischenzeit brät man Hackfleisch, gewürzt mit reichlich Majoran und Thymian sowie Salz und Pfeffer; anschließend gart man einige Tomatenstückchen und etwas Basilikum mit. Die fertig gekochten Kürbisse werden länglich der Hälfte nach durchgeschnitten, und das innere Mark wird mit den Kernen entfernt. Nun schabt man mithilfe einer Gabel oder eines Löffels das Fruchtfleisch heraus, dessen lange Fasern verblüffend Glasnudeln ähneln. Diese Spaghettis kann man auf einem großen Teller zu einem Kranz ausbreiten, in die Mitte das Hackfleisch füllen und anschließend mit etwas Käse überbacken; darüber gestreuter Parmesankäse erfüllt auch seinen Zweck. Für die Vollwertküche eignen sich die gekochten Spaghettikürbisse ebenso gut als Beilage zu Getreidebreien, zu Hirsepfannkuchen oder zu Bratlingen.

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Ausgereifte Früchte halten sich bei einer kühlen, frostfreien Lagerung bis Januar/Februar, so dass sich diese Delikatesse auch noch im Winter servieren lässt.

Zur Saatgutgewinnung lässt man eine Frucht überreif, aber nicht faulig werden. Das Kerngehäuse wird dann in einer Schale mit Wasser durchgeknetet, und die Kerne sinken nach unten. Nach der Trocknung werden die Samen kühl und trocken aufbewahrt. Sie bleiben über fünf Jahre keimfähig, sodass es vollkommen ausreicht, jedes Jahr von einem der vielen Kürbisvertreter Saatgut zu sammeln.

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