Vielerorts beginnt jetzt der Verkauf von Sommerblumen, so auch bei der Gärtnerei Melle in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg). Schon seit Anfang des Jahres werden hier die Jungpflanzen von den Mitarbeitern gehegt und gepflegt. Was ist zu beachten? Inhaberin Carolin Melle gibt Antworten:

Frage: Was sind die Klassiker bei den Sommerblumen?

Carolin Melle: Nach wie vor Petunien, Fuchsien, Begonien und natürlich die große Vielfalt an verschiedenen Sorten bei den Geranien.

Frage: Was wird in diesem Jahr die beliebteste Sommerblume?

Carolin Melle: In diesem Jahr sind bienenfreundliche Sommerblumen angesagt, wie zum Beispiel Margeriten, Elfensporn oder Sanvitalia. In jedem Fall sind geöffnete Blüten bienen- und insektenfreundlich.

Frage: Was macht Qualitätsware aus?

Carolin Melle: Das geht schon bei den Jungpflanzen los. Wir nehmen zum Beispiel zwei bis drei Stecklinge pro Topf. Dann gehen die Pflanzen mehr in die Breite und werden kompakter. Man sollte den Pflanzen Zeit zum Wachsen und Entwickeln geben.

Frage: Wann ist der ideale Zeitpunkt um Sommerblumen zu pflanzen?

Carolin Melle: Sommerblumen sollten erst nach den Eisheiligen gepflanzt werden, weil diese noch empfindlich kalte Temperaturen mit sich bringen können. Sommerblumen, die schon vor dem 15. Mai gepflanzt wurden und ungeschützt sind, können bei niedrigen Temperaturen (unter 5 Grad Celsius) erfrieren. Nach dem 15. Mai sollte man auf der sicheren Seite sein.

Frage: Wie wichtig ist der Standort?

Carolin Melle: Der jeweilige Standort ist das A und O. Viele Sommerblumen mögen die Sonne, wie zum Beispiel die Geranie. Dagegen vertragen Begonien, Fuchsien und fleißige Lieschen Schatten. Starkregen und Wind mögen die Zierpflanzen dagegen nicht so sehr.

Frage: Was ist beim Bepflanzen von Kästen, Kübeln und Blumenbeeten zu beachten? Carolin Melle: Werden in Kästen und Kübeln mehrere verschiedene Sommerblumen eingepflanzt, sollte unbedingt auf die Kombination geachtet werden. Nicht jede Pflanze kann mit jeder. Zum Beispiel ist die Sommerblume Surfinia sehr dominant. Im Balkonkasten möchte sie lieber mit ihresgleichen sein. Sehr beliebt bei uns sind die sogenannten Mixtöpfe. Eine mögliche Kombination ist eine stehende Geranie und zwei hängende Sommerblumen. Eine andere Möglichkeit sind drei oder vier verschiedene hängende Sommerblumen pro Topf. Die Geschmäcker sind hier sehr vielfältig.

Frage: Wie wichtig ist beim Einpflanzen die Blumenerde?

Carolin Melle: Bei der Erde für die Pflanzen sollte nicht gespart werden, denn die Blumenerde ist der Nährboden, den die Pflanze zum Wachsen braucht und es ist der Grundstock für eine reiche Blütenpracht. Bei Blumenerde mit hoher Qualität ist Langzeitdünger enthalten. Erst nach zwei Monaten sollte einmal wöchentlich mit Flüssigdünger nachgeholfen werden. Die Sommerblumen bilden immer wieder neue Blüten und dazu brauchen sie Kraft.

Frage: Gibt es Sommerblumen, die besonders gut für den Balkon geeignet sind?

Carolin Melle: Hier sind so gut wie alle geeignet. Entscheidend ist der Geschmack und Verwendungszweck. Sollen die Pflanzen eher ein Sichtschutz sein, dann sind stehende Pflanzen angesagt. Sehr beliebt sind natürlich die hängenden Sommerblumen, die von außen ein optisches Highlight sind. Sollte es in diesem Jahr wieder so einen heißen Sommer geben, dann ist die hängende Geranie ideal. Diese muss relativ wenig bewässert werden.

Frage: Wie pflege ich die pralle Blütenpracht?

Carolin Melle: Es gibt Sommerblumen, die „ausgeputzt“ werden müssen. Das heißt: Verblühtes muss entfernt werden. Auch hier ist die hängende Geranie sehr pflegeleicht. Die alten Blüten fallen ab und es muss dann lediglich aufgefegt werden.


     www.gaertnerei-melle.de 
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